„Teddy Taste meets Richie“ sorgen für Abwechslung / An Wochentagen läuft es schleppend

„Sandbar“-Betreiber froh über Einnahmen

„Teddy Taste meets Richie“ sorgte für Abwechslung im Alltag. Sechs Stunden Live-Musik bei der „Diepholzer Sandbar“ lockten Gäste von jung bis alt auf das Marktplatzgelände.
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„Teddy Taste meets Richie“ sorgte für Abwechslung im Alltag. Sechs Stunden Live-Musik bei der „Diepholzer Sandbar“ lockten Gäste von jung bis alt auf das Marktplatzgelände.

Diepholz – Livemusik ist eine Rarität in diesem Jahr. Wenn man dann die Klänge von „Jolene“ von The Boss Hoss mitten in Diepholz aufnimmt, vermutet man dahinter zunächst eine Gartenparty. Wer am Wochenende der Musik folgte, stellte aber schnell fest, dass sie ihn zum Diepholzer Marktplatzgelände führte. Dort gab das Duo „Teddy Taste meets Richie“ Coversongs unterschiedlichen Jahrzehnten zum Besten.

Unter dem Motto „Livemusik Ohrwürmer“ wurde bei der Diepholzer „Sandbar“ sechs Stunden lang zu eben jenen Ohrwürmern getanzt oder geschunkelt. Da Ohrwürmer keine Altersgrenze kennen, fanden sich mehr als 50 Diepholzer generationsübergreifend von Anfang 20 bis ins hohe Rentneralter zusammen. Gemeinsam lachten, tranken und aßen sie bei strahlender Sonne und angenehmen Temperaturen.

An das Duo war Veranstalter und Betreiber der „Sandbar“ Franz-Karl Jörling durch einen Gast geraten. „Wir haben uns irgendwie angefreundet und dann hatte er mir die Band empfohlen. Als ich sie anrief, hat es auch sofort gut gepasst. Das sind gute Jungs“, berichtete Jörling.

Dies war der inzwischen zweite Auftritt des Duos bei der „Sandbar“, die seit anderthalb Monaten auf dem Marktplatz existiert. Jörling hatte sie als zweites Standbein eröffnet, da er als Schausteller in Notlage geraten war. „Wir haben von einem auf den anderen Tag Berufsverbot bekommen, alle Veranstaltungen waren abgesagt. Wir standen quasi vor dem Nichts und konnten nicht mal mehr unseren Kühlschrank füllen“, erzählte der Schausteller. Da er vor nicht allzu langer Zeit in ein neues Karussell investiert habe, sei außerdem noch eine hohe Schuldensumme hinzugekommen, deren Kreditraten abgezahlt werden wollten.

Hat sich die „Sandbar“ gelohnt? „Natürlich ist es sehr viel schlechter als in den Jahren ohne Corona, aber wir können davon leben“, beantwortete Jörling diese Frage. Auch der Kühlschrank sei inzwischen wieder gefüllt. Doch viel wichtiger sei, dass sie durch die „Sandbar“ eine Aufgabe hätten. „Wir würden sonst den Tag über gar nichts tun. Da würde uns die Decke auf den Kopf fallen. So haben wir immerhin etwas zu tun.“

Besonders dankbar ist der Veranstalter der Stadt Diepholz, die sich sehr kooperativ gezeigt habe, die „Sandbar“ zu ermöglichen und die Fläche sogar gebührenfrei zur Verfügung gestellt habe.

Dennoch könne es besser laufen für die „Sandbar“, so Jörling. An den Wochentagen seien die Besucherzahlen gering ausgefallen. Am Wochenende sei es wetterabhängig. „Es läuft eher schleppend. Die letzten drei Wochen waren durchweg regnerisch, da hat sich das eher nicht gelohnt“, stellte Jörling fest. Dennoch bliebe die Kundenzahl relativ stabil, wenn nicht gerade ein Event wie „Teddy Taste meets Richie“ stattfände.

Da die Diepholzer sich offenbar nach etwas Livemusik sehnen, stehen auch die nächsten Events bereits an. Für Schlagerfans wollen „Die Brokser Gassenhauer“ am 7., 8. und 15. August ab jeweils 18 Uhr ihr Bestes geben.

Wer lieber Ruhe und Strandatmosphäre genießen möchte, kann das ebenfalls tun. Die „Sandbar“ hat donnerstags von 14 bis 22 Uhr, freitags und samstags von 14 bis 24 Uhr und sonntags von 14 bis 20 Uhr geöffnet. Neben alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken gibt es Hotdogs, Burger und holländische Pommes.

Von Louisa Manholt

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