Saisoneröffnung am Ostermontag / Muss Geschichte des Ortsteils neu geschrieben werden?

Heimatmuseum Aschen in neuem Licht

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Erstrahlt dank des Engagements von Anna und Heinz von Döllen in neuem Glanz: die Koopsche Scheune.

Aschen - Rechtzeitig zum Saisonstart am zweiten Ostertag präsentiert sich das Heimatmuseum in Aschen „wie aus dem Ei gepellt“. Die lange Winterpause wurde dazu genutzt, Gelände, Gebäude, Räume und die rund 13000 Ausstellungsstücke auf Vordermann zu bringen. Es wurde repariert, sortiert, installiert, poliert, lackiert, kontrolliert und renoviert. „Ganze Arbeit geleistet!“ geht der Dank vom Heimatvereins-Vorsitzenden Werner Schneider an das fleißige Team um „Onkel“ Ernst Amberge.

Erfreut und dankbar sind Mitglieder und Vorstand des Heimatvereins Aschen aber auch für die großzügige Unterstützung von Anna und Heinz von Döllen, denen das Museum eine Herzensangelegenheit ist.

Allerdings, beklagte das Ehepaar immer wieder, werde die sehenswerte Anlage von Passanten – Auto- ebenso wie Radfahrern – als Museum kaum wahrgenommen. „Da müssen wir was tun,“ ergriffen Anna und Heinz von Döllen die Initiative.

Sie sorgten für neue, dekorative Hinweisschilder, so genannte Werbe-Pylonen. Nicht genug: Sie setzten die Anlage auch ins rechte Licht. Jetzt werden das Gelände rund um die Steingruppe mit 16 Findlingen sowie die Koopsche Fachwerkscheune abends für einige Stunden angestrahlt.

„Ist gut so, kann so bleiben,“ befanden zufrieden Werner Schneider und das Ehepaar von Döllen, nachdem Ernst Amberge den Scheinwerfer oben im Baum unweit des Speichers noch ein wenig gerichtet hatte. Auch die Beleuchtung an der Scheune musste neu justiert werden, um Anlieger nicht zu blenden.

Der Osterhase wird jedenfalls lange Löffel (Ohren) und große Seher (Augen) ob dieser neuen Errungenschaften des Heimatmuseums machen.

An der letzten Beleuchtungs-Probe nahm auch Mittelalter- und Landeshistoriker Professor Bernd Ulrich Hucker aus Vechta teil. Er ist mit dem Ehepaar von Döllen befreundet und interessiert sich auch für die Geschichte Aschens, die möglicherweise in Teilen neu geschrieben werden muss. Wurde Ascan wirklich im Jahr 800 erwähnt, wie auf einem der Findlinge zu lesen ist? Oder ist der Diepholzer Ortsteil viel jünger? Könnte es gar sein, dass Aschen schon in Kürze einen großen runden Geburtstag feiern kann? Man darf gespannt sein, was Professor Hucker ans Tageslicht befördert. Er ist bei seinen Nachforschungen auch auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen, die unter Umständen noch unbekannte Schätze – wie etwa Münzen – hüten könnte.

Vorerst gilt das Augenmerk allerdings der Saisoneröffnung am zweiten Ostertag um 13 Uhr. „Die vielen Ausstellungsstücke geben den Besuchern einen umfassenden Einblick in die Heimatgeschichte,“ lädt Werner Schneider zu einer spannenden und kurzweiligen Reise in die Vergangenheit sowie zu Kaffee und Kuchen ein.

Die „Oldieschrauber“ aus Barver wollen dem Heimatverein noch ein besonders Osterei ins Nest legen und eventuell mit einem schon etwas betagten, aber noch voll funktionsfähigen Bremsen-Prüfstand anrücken.

Die weiteren Heimatmuseums-Termine: Das traditionelle Oldtimertreffen ist am 20./21. Juni, der Backtag am 17. Juli, ein Aktionstag steigt am 9. August und das Erntedankfest findet am 27. September statt. Das beliebte „Moordiplom“ wird bis Oktober angeboten.

Nähere Einzelheiten (auch über Sonderöffnungen) sind bei Werner Schneider unter der Telefonnummer 05441/2582 zu erfahren.

rdu

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