„Rollout“ in Diepholz

200 Gäste erleben neuen Elektro-Rennwagen der PHWT-Studenten

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Der neue Rennwagen mit Elektroantrieb, den Studierende der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) gebaut haben, wurde am Dienstagnachmittag 200 Gästen am Zentrum für Mechatronik und Elektrotechnik in Diepholz präsentiert.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. In künstlichen Nebel eingehüllt und zu dem Song „Hells Bells“ von AC/DC rollte der Wagen aus einem Pavillon vor dem Zentrum für Mechatronik und Elektrotechnik in Diepholz an der Thüringer Straße. 200 Gäste verfolgten am Dienstagnachmittag das „Rollout“ des Elektrorennwagens „DD-E18“, den Studenten der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) gebaut haben.

Mit dem Fahrzeug nehmen sie an dem internationalen Wettbewerb „Formula Student“ teil, bei dem die PHWT damit zum zehnten Mal vertreten ist. Jedes Jahr konstruieren Studierende dazu ein neues Fahrzeug. Lediglich Einzelteile des Wagens aus dem Vorjahr dürfen übernommen werden.

47 Studentinnen und Studenten gehören zu dem Team„Deefholt Dynamics“ des Jahres 2018. Sechs Monate lang haben sie an dem Fahrzeug gebaut beziehungsweise andere Aufgaben übernommen. Denn bei dem Konstruktions-Wettbewerb geht es nicht nur um Technik, sondern auch um Marketing, Kostenpläne und Sponsorensuche.

Die Arbeitsbereiche teilen sich Studierende der PHWT-Fachbereiche Maschinenbau, Mechatronik, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen auf.

Rund 40 Sponsoren kamen zum Event

„Ein großer Vorteil war dieses Jahr, dass wir alle an einem Standort sind“, sagte die Team-Sprecherin Linda Koesjan. Die Elektrotechniker und Mechatroniker studierten im vergangenen Jahr noch in Oldenburg und sind inzwischen ins neue Zentrum für Mechatronik und Elektrotechnik (ZME) der PHWT nach Diepholz umgezogen.

Zum „Rollout“ hießen die „Deefholt Dynamics“ Vertreter der etwa 40 Sponsoren sowie anderer Firmen und Institutionen wie der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup-Stiftung als wesentlicher Financier der PHWT willkommen, zudem ihre Familien und Freunde.

Nach dem Empfang informierte das Team die 200 Gäste im ZME über Hintergründe, Technik und Werdegang des neuen Rennwagens.

Dann fuhr der Student Luca Menzel aus Wagenfeld das neue Auto vor und drehte einige Runden auf dem abgesperrten Parkplatz, wobei nur ein schnurrendes Geräusch zu hören war.

Bis zu 120 km/h schafft der Elektrowagen

Der Elektromotor des „DD-E18“ hat 108 PS. „Die Höchstgeschwindigkeit beträgt etwa 120 Stundenkilometer“, erklärte der technische Leiter des Teams für den Bereich Mechanik, Matteo Cornils: „Aber das haben wir noch nicht getestet.“ 

Auf Höchstgeschwindigkeit kommt es bei dem Wettbewerb „Formula Student“ nicht an. Es werden unter anderem die Konstruktion und das Gesamtkonzept bewertet. Dazu stellen sich die Diepholzer PHWT-Studierenden zunächst in zwei Wochen im niederländischen Assen der Konkurrenz anderer Teams aus Europa. 

Aus der ganzen Welt kommen die „Formula-Student“-Teams dann in sechs Wochen auf dem Hockenheimring zum weiteren Wettbewerb zusammen. Auch dann sind die Diepholzer dabei. Es wird dort in drei Fahrzeug-Kategorien gewertet: Verbrennungsmotoren, Elektromotoren und selbstfahrende Autos.

„Deefholt Dynamics“ hat gegenüber dem Team des Vorjahres unter anderem die Aerodynamik des Wagens komplett erneuert und das Gewicht durch einen geänderten Rahmen verringert.

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