Sanierung des Diepholzer Schlossturms

„Richtfest“ ohne Kugel

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Mit einer Wetterfahne des Diepholzer Schlosses aus dem Jahr 1939: Amtsgerichts-Leiter Carsten Dänekas und Peter Bröker, Leitender Baudirektor des Staatlichen Baumanagements. 

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Es sollte ein feierlicher Akt am Diepholzer Schlossturm werden – doch es fehlte die große Metallkugel. Dieser Bestandteil der Wetterfahne wird im Zuge der umfangreichen Turmsanierung erneut vergoldet und sollte am Freitag zusammen mit der Wetterfahne auf der schiefergedeckten Dachhaube des Turms montiert werden. Doch die Kugel wurde nicht rechtzeitig fertig.

So fiel der traditionelle Akt aus, dass die Wetterfahnen-Kugel mit Beigaben versehen und dann montiert wird.

Die Gäste von Stadt, Heimatverein Diepholz und Hausherr Amtsgericht, die vom Staatlichen Baumanagement Weser-Leine zu einer Art „Richtfest“ der Sanierungsarbeiten eingeladen worden waren, beschränkten sich auf einen kleinen Umtrunk.

Das Kupferrohr mit Zeitungsberichten zur Turmsanierung, einer Projektinformation, den Unterschriften von an der Zeremonie beteiligten Gästen und einer Liste der Projektbeteiligten wartet nun ebenso darauf, in die Kugel zu kommen, wie ein Bleirohr mit Inhalt von 1961, das bei den aktuellen Sanierungsarbeiten gefunden wurde.

Bei den Arbeiten 1961 wurde wahrscheinlich auch die alte Wetterfahne abmontiert, die im Keller des Amtsgerichts lagert. Sie trägt die Namens-Inschriften „F. Jakobs“ und „L. Schröder“. Als Datum ist „25/9 1939“ eingraviert.

Diese alte Wetterfahne präsentierte der neue Amtsgerichts-Leiter Carsten Dänekas gemeinsam mit dem Bauamtsleiter des Staatlichen Baumanagements Weser-Leine (Nienburg), Peter Bröker.

Arbeiten insgesamt im Zeitplan

Die Zeitdokumente in der jetzt restaurierten neueren Wetterfahne werden vermutlich die Handwerker entdecken, die in vielen Jahrzehnten die nächste Turmsanierung vornehmen.

Während die Kugel-Vergoldung nicht rechtzeitig abgeschlossen wurde, sind die gesamten Arbeiten im Zeitplan. „Die Eröffnung des Turmes kann wie geplant zum Grafensonntag am 16. Oktober stattfinden“, kündigte Leitender Baudirektor Peter Bröker an.

Richard W. Bitter, Vorsitzender des Heimatvereins Diepholz, der im sanierten Schlossturm sein Museum modernisiert einrichtet, freute sich darüber, dass die 800 000 Euro kostende Sanierung des 43 Meter hohen Turms nicht nur oberflächlich erfolgt, sondern „grundlegend vonstatten geht.“

Am Sonntag ist das Diepholzer Schloss nachmittags Schauplatz des Rosenfestes, das der Heimatverein veranstaltet – unter anderem mit Aktionen für Kinder und Vorführungen des Hegerings Diepholz.

Bereits um 11 Uhr empfängt die Stadt am Schloss die an „Kunst in der City“ beteiligten etwa 60 Künstler. Diese einwöchige Kunst-Aktion mit Ausstellungen in der Diepholzer Innenstadt geht mit einem verkaufsoffenen Sonntag zu Ende.

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