Neue Brücke über die Hunte offiziell eingeweiht

Ein Resultat der Bornbachumleitung

Mit der Freigabe der Brücke war auch ein Besitzerwechsel verbunden. Die Stadt Diepholz ist nun Eigentümerin. - Foto: Reckmann

Diepholz - Seit einigen Monaten bereits kann die neue Brücke über die Hunte hinter dem Mühlenkampstadion von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden. Gestern wurde das neue Bauwerk in Verlängerung der Straße Mühlenkamp offiziell freigegeben. Aber der offizielle Termin war auch Rahmen für einen Besitzerwechsel. Wolfram van Lessen, Verbandsvorsteher des Hunte-Wasserverbands als Bauherr, übergab die Brücke an Bürgermeister Dr. Thomas Schulze. Die Stadt Diepholz wird damit Eigentümerin der Brücke.

„Der Neubau hat gut funktioniert“, freute sich der Bürgermeister. Die Brücke an diesem Standort wieder aufzubauen, sei vernüftig, denn das Bauwerk werde intensiv genutzt, vor allem zu den Zeiten in denen der Sommerweg an der Hunte befahrbar sei, meinte Schulze.

„Die Straßenbrücke ist damit Geschichte“, meinte Wolfram van Lessen und erinnerte daran, dass das alte Bauwerk ursprünglich noch für Kraftfahrzeuge ausgelegt gewesen war. Diese Funktion ist nun weggefallen. Schulze erklärte, dass es gelungen sei, für die westlich der Brücke gelegenen Gelände, beispielsweise die Kleingärten, eine alternative Zufahrt einzurichten.

Der Neubau ist ein Resultat der Bornbachumleitung im Rahmen des Dümmersanierungskonzepts. Seit der im April 2009 vollzogenen Umleitung des Bornbachs fließen über den Kreisgrenzgraben und den Randkanal erheblich größere Wassermengen durch die Hunte, die im Stadtgebiet Diepholz auch Wätering genannt wird. Um eine Anhebung der Wasserstände zu vermeiden, musste der Abflussquerschnitt der Hunte vergrößert werden. Diesem Zweck dient auch der Ersatzneubau der Mühlenkamp-Brücke. Rechtsgrundlage ist der Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Hannover vom 8. Juli 2003 für die Bornbachumleitung. Die neue Brücke steht Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung. Die Stützweite beträgt 21,70 Meter, die lichte Breite zwischen den Geländern 2,50 Meter. Es handelt sich laut van Lessen um ein Einfeldbauwerk mit Stahlfachwerk als Haupttragwerk. Die Brücke erhielt einen Kunststoffbohlenbelag und eine Geländerfüllung in Hartholz.

Die Baukosten betrugen rund 170.000 Euro und wurden vom Land Niedersachsen aus Mitteln für die Bornbachumleitung getragen.

Die Bauzeit betrug rund fünf Monate. Der Neubau wurde unmittelbar neben der alten Brücke errichtet und diese anschließend abgerissen. Verkehrsbehinderungen wurden so vermieden. Träger der Maßnahme war der Hunte-Wasserverband in Diepholz.

Die Gewässerunterhaltung ist wie bisher Aufgabe des Unterhaltungsverbands Hunte. Bei der Übergabe der Brücke dankten Dr. Thomas Schulze und Wolfram van Lessen gestern dem Dezernenten Jörg Prante vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Sulingen für die Gesamtleitung, dem Fachingenieur für Brückenbau Thomas Klakus vom Büro BIZ aus Osnabrück für die Planung und dem Bauunternehmen Diebau aus Diepholz für die Ausführung.

„Möge die Brücke lange halten“, meinte Schulze, bevor das symbolische Band zerteilt wurde. „Solide gebaut ist sie ja.“

sr

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