Requiem: Uraufführung am 13. März in Vechta

Kirchbergs größtes Werk

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Freut sich auf die Uraufführung seines Requiems in Vechta: Der Diepholzer Dr. Christoph Kirchberg.

Diepholz/Vechta - Das Bild auf dem Ankündigungs-Plakat lässt seinen Namen als Interpretation zu: Eine Kirche auf dem Berg – ein Kirchberg! Hintergrund: Ein Werk des Diepholzer Arztes, Musikers und Komponisten Dr. Christoph Kirchberg steht im Mittelpunkt der großen musikalischen Veranstaltung am Sonnabend, 13. März, ab 19 Uhr in der Klosterkirche in Vechta. Dann erlebt Kirchbergs bislang aufwändigste Komposition ihre Uraufführung: „Missa da Reqiuem“.

Ein halbes Jahr lang dauerten die getrennten Proben des Madrigalchores Vechta und des Chores Cantate Nobis Énekegyüttes aus Jászberény (ungarische Partnerstadt von Vechta). Den Instrumental-Part übernimmt das Orchester Camerata Instrumentale Oldenburg. „Es ist nicht einfach zu singen“, war die erste Erfahrung der Chöre mit Kirchbergs Requiem.

Das 40 Minuten dauernde Werk ist laut Hermann-Josef Suelmann, Leiter des Madrigalchores und der gesamten Veranstaltung, „tonal gehalten, besticht dabei aber durch situative kompositorische Farbgebungen, die durch überraschende und moderne Harmoniewechsel erzeugt werden. Sehr kantable und intensive melodisch-rhythmische Gestaltung spiegeln dabei die musikalische Auseinandersetzung des Komponisten mit den unterschiedlichen Facetten von Leben und Tod wider.“

Dr. Christoph Kirchberg verfolgt die letzten, gemeinsamen Requiem-Proben mit Spannung. Bislang lag sein Schwerpunkt auf Schlagern und Popmusik. Etwa 100 Songs in diesem Genre hat der Diepholzer mit unterschiedlichen Interpreten veröffentlicht. Auch 30 Stücke für Chöre hat der 51-Jährige komponiert.

Kirchbergs größte Komposition „Missa da Requiem“ basiert auf dem klassischen Messkanon – ein neunteiliger, lateinischer Text für Totenmessen. Traurigkeit, Angst, Demut, Wut, Hoffnung, Reue und Trost sind Emotionen, die der gebürtige Friesoyther in dem Werk musikalisch umgesetzt hat. Anderthalb Jahre hat Dr. Christoph Kirchberg in seiner Freizeit an der Komposition gearbeitet. Der 51-Jährige, der auch als Keyboarder der Aschener Band „Dorfrock“ bekannt ist, freut sich, dass der Madrigalchor sich zur Uraufführung des Requiems bereit erklärt hat: „Er ist einer der besten Chöre Norddeutschlands.“

Hintergrund für die Arbeit Kirchbergs ist, dass es keine neuen Kompositionen dieser Art gibt – zumindest nicht tonal. Die aktuellen Werke für Chöre und Orchester dieser Größenordnung sind meist avantgardistisch.

Vor der Uraufführung bringen die Akteure am 13. März getrennt weitere Werke zu Gehör: „Stabat Mater“ von Rheinberger, das Brandenburgische Konzert Nr. 3 von Bach und „Laudate Dominum“ von Mozart. Solisten sind Daria Loch (Sopran), Christian Meyer-Perkhoff (Bariton) und Felix Krumme (Posaune).

Sponsoren der Uraufführungs-Veranstaltung sind unter anderem das Ehepaar von Döllen aus Aschen und die Volksbank Diepholz-Barnstorf.

Karten gibt es ab Montag auch in Diepholz im Vorverkauf: Für 18 Euro beim Diepholzer Kreisblatt an der Bahnhofstraße 9.

ej

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