„Nachhaltigkeit Ernährung“

Realschule und Bio-Unternehmen wollen kooperieren

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung „Lernpartnerschaft“ (vorn, von links): Oliver Netzband (Schulträger Landkreis Diepholz), Matthias Bahr (Leiter Realschule Diepholz), Dr. Achim Mayr (Geschäftsführung Ulrich Walter GmbH/Lebensbaum) und Doris Schröder (Geschäftsführung Nieke). Hinten, von links: Realschul-Wirtschaftslehrerin Verena Heckert mit den Schülern Duc Trong, Bashhim Shabani, Finja Vormdohre und Prince Okonkwo. - Foto: Jansen
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Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung „Lernpartnerschaft“ (vorn, von links): Oliver Netzband (Schulträger Landkreis Diepholz), Matthias Bahr (Leiter Realschule Diepholz), Dr. Achim Mayr (Geschäftsführung Ulrich Walter GmbH/Lebensbaum) und Doris Schröder (Geschäftsführung Nieke). Hinten, von links: Realschul-Wirtschaftslehrerin Verena Heckert mit den Schülern Duc Trong, Bashhim Shabani, Finja Vormdohre und Prince Okonkwo.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. An Schulen hat die Berufsorientierung einen immer höheren Stellenwert. Auf der anderen Seite suchen Unternehmen händeringend Auszubildende und Fachkräfte.

Vor diesem Hintergrund wollen die Realschule Diepholz und das Diepholzer Bio-Unternehmen Ulrich Walter GmbH/Lebensbaum nun zusammenarbeiten. Am Montagnachmittag unterzeichneten sie eine Kooperationsvereinbarung.

Die Lernpartnerschaft gehört zum Projekt „Kurs-Zukunft“, das zum 1. Januar 2017 an der Universität Vechta gestartet war. Im Rahmen der Fachkräfteinitiative Niedersachsen fördert es die Transparenz der Agrar- und Ernährungswirtschaft und dient der Nachwuchssicherung für die Unternehmen. Inhaltlicher Schwerpunkt ist der Aspekt „Nachhaltige Ernährung“.

Da liegt Lebensbaum ganz vorn: Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt des Bio-Unternehmens mit 211 Mitarbeitern (davon 13 Auszubildende) und 68 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2016. In Diepholz produziert Lebensbaum zwei Millionen Teebeutel und 50. 000 Schlauchbeutel mit Gewürzen pro Tag – beides in Bio-Qualität.

Geschäftsführer Dr. Achim Mayr stellte das hochprofessionelle und mehrfach ausgezeichnete Unternehmen den Gästen der Vertragsunterzeichnung im Firmengebäude an der Dr.-Jürgen-Ulderup-Straße in Diepholz vor. Das waren nicht nur Vertreter der Realschule Diepholz und des Schulträgers Landkreis Diepholz, sondern auch des Niedersächsischen Kompetenzzentrums Ernährungswirtschaft (Nieke) aus Vechta und als Moderator Dr. Christoph Merschhemke vom Institut Unternehmen und Schule (Bonn).

Workshop zum Einstieg

Zum Einstieg in die Zusammenarbeit gibt es an der Realschule Diepholz für Schüler des Profils „Wirtschaft“ zunächst einen Basisworkshop Nachhaltigkeit, dann ein Projekt mit dem Titel „Nachhaltigkeit entlang der Produktionskette am Beispiel eines Lebensbaum-Produktes“ und eine Befragung zu Kaufkriterien am Beispiel von Tee und Kaffee. Für den Basisworkshop bekommt die Realschule Unterstützung durch eine Expertin des Projektteams.

Später besuchen die teilnehmenden Realschüler der Jahrgangsstufen neun und zehn das Unternehmen Lebensbaum, erkunden den Betrieb und befragen Beschäftigte.

Davon profitieren beide Seiten: Schüler lernen das Unternehmen als potenziellen Arbeitgeber kennen – und die Firma Schüler als mögliche Auszubildende.

Vorurteile der Jugendlichen abbauen

„Durch den offenen „Zukunftsdialog“ über die Themen der Branche, sollen mögliche Vorurteile bei den Jugendlichen abgebaut, realistische Einblicke gewährt und ein Imagewandel herbeigeführt werden“, heißt es in einer Beschreibung des zunächst für zwei Jahre angelegten Projektes „Kurs-Zukunft“. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) von der NBank.

Realschulleiter Mathias Bahr bezeichnete die Möglichkeit der Kooperation mit Lebensbaum als „ausgesprochenen Glücksfall“.

Durch das Projekt könne der Begriff „Nachhaltigkeit“ mit Leben erfüllt werden, meinte Verena Heckert, Wirtschaftslehrerin und Koordinatorin des Projektes an der Realschule Diepholz.

Oliver Netzband, Fachdienstleiter beim Schulträger Landkreis Diepholz: „Das Projekt könnte auch auf andere Wirtschaftszweige als die Agrar- und Ernährungswirtschaft übertragen werden.“

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