Kirchgang wird zum Pedalritt

Radtour führt zu Gotteshäusern

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Hoffen auf viele Mitradler bei der Reformationstour durch mehrere Gemeinden des Kirchenkreises Grafschaft Diepholz: Superintendent Klaus Priesmeyer (Mitte), Pastor Rainer Hoffmann und Pastorin Julia Dietz.

Diepholz - Im Kirchenkreis Grafschaft Diepholz wird der Kirchgang zum Pedalritt: Anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ können die Mitglieder aus mehreren Gemeinden am Sonntag, 2. Juli, die Drahtesel satteln. Dabei werden die Gotteshäuser in Diepholz, Barnstorf und Drebber angesteuert.

Sie haben aus historischer Sicht einiges zu bieten. Die Gastgeber laden zu kurzen Gottesdiensten ein und bieten Gelegenheit zum Austausch.

Halbstündiger Gottesdienst in Barnstorf markiert den Beginn der Tour

Die Tour wird um 10 Uhr mit einem etwa halbstündigen Gottesdienst in der St.-Veit-Kirche in Barnstorf eingeläutet. Pastorin Julia Dietz entführt die Besucher in die Thematik der evangelisch-katholischen Ökumene. Das passt zum Ort, denn die Barnstorfer Kirche hat eine römisch-katholische Vorgeschichte. Hier gibt es sogar noch ein „Sakramentshäuschen“.

Nach dem Gottesdienst radeln die Teilnehmer nach Drebber, wo ein Mittagsimbiss angeboten wird. Pastor Rainer Hoffmann begrüßt die Gäste in der Marienkirche, wo der letzte Diepholzer Graf begraben liegt. Die Ausführungen beschäftigen sich mit dem Verhältnis von Kirche, Obrigkeit und Staat. Dazu wird Hoffmann zusammen mit Lektor Georg Grünig in einem modernen Anspiel einen Konflikt aus der Reformationszeit aufgreifen: Thomas Müntzer und Martin Luther waren hier sehr widersprüchlicher Meinung. Da stellt sich die Frage, wie die Menschen das Verhältnis heute sehen.

Jan-Spieker-Bahn für diejenigen gemietet, die nicht Rad fahren wollen

Dritte Station der Radtour ist die St.-Nicolai-Kirche in Diepholz. Sie verfügt bekanntlich über einen griechischen Säulenaltar. Zu den Säulen weiß der frühere Leiter des Hochbauamtes, Richard Bitter, einiges zu sagen. Die theologische Interpretation, auch auf dem Hintergrund reformatorischer Themen, liefert Superintendent Klaus Priesmeier. Susanne Hoffmann aus Aschen wird den Gästen mit Harfe und Gesang zum Zeitsprung ins Mittelalter verhelfen. Und wer genau hinsieht, wird noch weitere historische Kostüme und Anklänge entdecken. Ein Kaffeetrinken rundet das Programm ab.

Wer sich an der Reformationstour beteiligen möchte, muss nicht zwangsläufig aufs Fahrrad steigen. Die Veranstalter haben die Jan-Spieker-Bahn und einen Bus gemietet. Sie werden von Barnstorf über Drebber nach Diepholz fahren. Die Kosten betragen fünf Euro pro Person. Anmeldungen sind bis zum 27. Juni erforderlich. Darüber hinaus haben die Teilnehmer die Möglichkeit, mit dem eigenen Fahrzeug zu pendeln. Es ist selbstverständlich möglich, nur an einzelnen Stationen teilzunehmen.

Pfarramt erbittet Anmeldungen

Die Drebberaner haben sich bereits für den Hinweg nach Barnstorf verabredet. Start ist um 9 Uhr an der Marienkirche. In Cornau wird um 9.15 Uhr ein kurzer Stopp gemacht: An der Kreuzung Speckener Straße/Auf der Hard werden weitere Pedalritter in die Gruppe aufgenommen. Später werden dann alle Teilnehmer in Barnstorf gemeinsam aufbrechen, um zurück nach Drebber und Diepholz zu fahren.

Aus organisatorischen Gründen bittet das Pfarramt Drebber um Anmeldungen, damit die nötige Menge an Speisen vorgehalten werden kann. In den Pfarrämtern in Diepholz, Barnstorf und Drebber gibt es zudem Anmeldebogen für diejenigen, die eine Fahrgelegenheit benötigen. Für Teilnehmer, die nicht die ganze Tour mitradeln können, gibt es ein Busangebot mit Fahrradanhänger. Das gilt sowohl für den Hin- aus auch für den Rückweg.

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