Baufortschritte: Famila-Markt, Vita-Haus und Kita am Willenberg

Projekte für 23 Millionen Euro

Die Baustelle des neuen Famila-Marktes am Groweg östlich des Diepholzer Bahnhofs.
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Die Baustelle des neuen Famila-Marktes am Groweg östlich des Diepholzer Bahnhofs.
  • Edgar Haab
    vonEdgar Haab
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Diepholz – Wie hat sich die Corona-Zeit auf die Großbauprojekte in der Stadt Diepholz ausgewirkt? Sind Verzögerungen zu verzeichnen? Diese Fragen stellten wir den Verantwortlichen der drei größten Bauprojekte in der Stadt Diepholz, die ein Gesamt-Investitionsvolumen von rund 23 Millionen Euro umfassen.

Das flächenmäßig größte Vorhaben ist der Bau des Famila-Marktes am Groweg in Diepholz östlich des Bahnhofes. Die Arbeiten liegen im Zeitplan, teilte eine Sprecherin des Kieler Famila-Betreibers Bartels-Langness-Handelsgesellschaft auf Anfrage unserer Zeitung mit. Der etwa 3 000 Quadratmeter große Markt soll im Frühjahr 2021 fertig sein. Als Gesamt-Investitionssumme für den neuen Diepholzer Famila inklusive Parkplätzen nannte die Sprecherin etwa 15 Millionen Euro.

Aktuell seien 30 Arbeiter mit der Aufstellung von Betonstützen beschäftigt. Vereinzelt wurden Wände aufgestellt und Dachbinder aufgehängt. „Im Bereich der Anlieferung, Arbeitsvorbereitungs- und Sozialräume sind die Maurerarbeiten gestartet. In diesem Bereich sind auch bereits die Sohlplatten fertig“, heißt es in der Mitteilung.

Parallel laufen die Arbeiten am Anlieferhof, die voraussichtlich innerhalb der nächsten 14 Tage abgeschlossen werden sollen. Auch die Stauraumkanäle für die Regenwasserrückhaltung seien in der Schlussphase. Je nach Witterung könne Mitte bis Ende August mit der Dacheindeckung des Famila-Marktes begonnen und die ersten Trapezbleche aufgelegt werden.

Bereits im Jahr 2014 hatte Bartels-Langness geäußert, einen Famila-Markt in Diepholz bauen zu wollen. Das Land Niedersachsen hatte das Vorhaben, den Markt östlich der Bahnlinie zu bauen, im April 2017 gestoppt. Die seinerzeitige Begründung: Der von der Stadt Diepholz angestrebte Bebauungsplan, der einen großen Supermarkt vorsieht, könnte nach Auffassung des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gegen Ziele des Landesraumordnungs-Programms verstoßen.

Danach hatte die Bartels-Langness Handelsgesellschaft ihre Pläne für den Famila-Markt in Diepholz überarbeitet, die geplante Verkaufsfläche verkleinert und den in den ersten Plänen noch vorgesehenen möglichen zweiten Fachmarkt gestrichen. Das Gebäude wurde im Plan gedreht: Das „Gesicht“ ist nun dem Bahnhof zugewandt. Die Zufahrt zum Parkplatz ist gegenüber des Bahnhofstunnels. Die Mehrheit des Rates hatte den Bau des Famila-Marktes befürwortet.

Auf dem Eckgrundstück Auf dem Esch / Am Heldenhain entsteht das Vita-Haus des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Bauherr ist der Investor Ernst-Christan Gerbes. Reiner Meenken, Geschäftsführer des ASB-Kreisverbandes Diepholz, sieht einer geplanten Eröffnung der Einrichtung Anfang 2021 entgegen. „Ich habe von der zuständigen Baufirma nichts Gegenteiliges gehört“, sagte Meenken auf Anfrage. Aktuell wird das dritte Geschoss des 5,5 Millionen Euro kostenden Gebäudes errichtet. In dem Vita-Haus auf dem Gelände der früheren Aral-Tankstelle sollen nach aktuellen Plänen eine Kita mit Krippe, eine stationäre Landzeitpflege mit eingetreuten Kurzzeitpflegeplätzen sowie eine Apotheke und eine Arztpraxis unterkommen.

Verzögerungen gibt es beim Bau der „Kita am Müntepark“ auf dem Grundstück am Willenberg. Die Lebenshilfe schafft dort einen größeren Ersatz für die durch einen Brand im März 2018 zerstörte alte Kita. Weil es bei einer Handwerker-Firma einen Corona-Fall gab und die ganze Kolonne in Quarantäne musste, kann die Kita wohl erst im November ihren Betrieb aufnehmen, sagte die Sprecherin der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz, Anja Mundt. Der Bezug der vier verbundenen Einzelgebäude soll im Oktober erfolgen.

Derzeit ist die „Kita am Müntepark“ provisorisch in einem umgebauten Wohnhaus an der Steinfelder Straße untergebracht. Das Gebäude hatte die Stadt Diepholz nach dem Brand zur Verfügung gestellt. Wegen der großen Nachfrage sollen dort auch nach der Eröffnung der neuen, zwei Millionen Euro kostenden Kita am Willenberg zunächst einige Gruppen weiter betreut werden. Die Lebenshilfe bietet in der Kita eine ganzheitliche, auf dem Entwicklungsstand oder der Behinderung des Kindes aufbauende Begleitung und Unterstützung.

Von Edgar Haab

Das zweite Obergeschoss des Vita-Hauses in Diepholz wird aktuell fertiggestellt. Bauherr ist der Investor Ernst-Christian Gerbes.
Die neue Lebenshilfe-Kita am Willenberg in Diepholz. Beim Bau gibt es eine Verzögerung.

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