Privater Eigentümer plant Neugestaltung des historischen Gebäudes

Gewölbekeller im Bahnhof für Gastronomie zu niedrig

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Der neue private Eigentümer des Diepholzer Bahnhofs plant zurzeit die Neugestaltung des 1873 eröffneten Gebäudes. Ende des Jahres oder Anfang 2016 sollen die Arbeiten beginnen.

Diepholz - Die Planungen für die Umgestaltung des Diepholzer Bahnhofsgebäudes sind angelaufen. Ende 2015 / Anfang 2016 sollen die Bauarbeiten beginnen, kündigte Magnus Westerkamp an. Der Geschäftsmann aus Hüde hatte das historische Gebäude im Dezember von der Deutschen Bahn bei einer Versteigerung in Berlin gekauft. Als Verkaufspreis hatte das Auktionshaus seinerzeit 230000 Euro angegeben.

Im März wurde das 1871/72 errichtete und am 15. Mai 1873 eröffnete Bahnhofsgebäude an den neuen privaten Eigentümer übergeben.

Der von Magnus Westerkamp beauftragte Architekt Jens Heil musste zunächst das Gebäude vermessen und Zeichnungen erstellen, da es keine gab.

Das denkmalgeschützte Gebäude im Historismus-Stil wurde dann von Studenten der Jade-Hochschule aus Oldenburg unter die Lupe genommen und begutachtet. Sie erfassten alle Schäden und schlugen Maßnahmen zur Erhaltung vor.

Laut Eigentümer ist das Dach teilweise zu erneuern, die Fassade aufzuarbeiten und die Fenster sind auszutauschen.

Interessant: Das Bahnhofsgebäude ist komplett mit einem Gewölbe unterkellert. Ein Gedanke, diesen Gewölbekeller zum Beispiel für einen gastronomischen Betrieb zu nutzen, wurde schnell verworfen. Denn die Bahn hatte im Laufe der vergangenen Jahrzehnte dort Leitungen verlegt – unter anderem für Abwasser. Dazu war der Fußboden so erhöht worden, dass der Keller nur noch eine Deckenhöhe von etwa 1,80 Meter hat. Den erhöhten Fußboden zu entfernen und die darin liegenden Leitungen neu zu verlegen, wäre ein sehr großer Aufwand.

„Die Substanz des Gebäudes ist in einem guten Grundzustand, trotz der fehlenden Investition und Nichtnutzung der Deutschen Bahn in den letzten Jahren“, erklärte Magnus Westerkamp. Er plant nach Abstimmung mit dem Denkmalschutz und den zuständigen Behörden, Büroflächen in den oberen Etagen zu schaffen. Hier stehen Einheiten von 100 bis 450 Quadratmeter zur Verfügung.

Der neue Eigentümer: „Der Vorschlag der Studenten, hier Studentenwohnungen einzurichten, scheint auch interessant zu sein.“ Auf den Einwand, dass dieses nicht möglich sei, habe eine Studentin entgegnet, dass es im Twistringer Bahnhof bei vergleichbaren Lage Wohnungen gebe.

Im Erdgeschoss des Diepholzer Bahnhofsgebäudes will der neue Eigentümer einen Backshop einrichten, wofür er noch einen Betreiber suche.

Öffentliche Toiletten seien in dem Gesamtkonzept vorgesehen.

Einmalig sei laut Westerkamp ein Teil der Gebäude-Konstruktion: Die erste und zweite Etage liegen auf den Außenmauern – man könne sich das wie den Korb einer Friteuse vorstellen.

ej

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