In der Kreisstadt entsteht eine Alternative zu Hotels – Frühstück nicht inklusive / Ermutigende Resonanz von Unternehmen

Premiere für das erste Boardinghouse in Diepholz

Blick in ein Zimmer des neuen Hauses, mit dem die Investoren ein ganz neues Konzept realisieren. - Foto: Reckmann

DIEPHOLZ - Von Sven Reckmann. „Das hat in Diepholz gefehlt“ – so oder so ähnlich lauten viele der Reaktionen, die Hans-Walter und Frank Steinemann im Vorfeld ihrer Neueröffnung erhalten. Die beiden Diepholzer gehen in wenigen Tagen mit ihrem „Diepholzer Boardinghouse“ an der Grafenstraße an den Start.

Boardinghouse, darunter versteht sich eine einfache, aber hochwertige Unterkunft und – im Gegensatz zu Hotels – ohne Frühstück und umfangreichen Service, Lobby oder Spa-Bereich.

In einem halben Jahr ließen die beiden Brüder die Räume der ehemaligen Tierarztpraxis, in denen früher das Arbeitsamt untergebracht war, zu einer modernen Herberge umgestalten. Entstanden sind fünf Einzel- und zwei Doppelzimmer.

In der Woche nach Ostern soll es losgehen. Zielgruppe sind Geschäftsreisende, Außendienstmitarbeiter oder Lehrgangsteilnehmer; auch Wochenendgäste können sich dort einmieten. Die direkte Nähe zur Klinik an der Eschfeldstraße könnte auch für Angehörige von auswärtigen Patienten als Unterkunft interessant sein, die ihre Lieben bei der Behandlung begleiten wollen.

„In Diepholz werden Zimmer benötigt, da haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen. Das war quasi ein Rohbau“, zeigt Hans-Walter Steinemann mit Blick in den breiten Flur, der nun einladend wirkt. Die Inneneinrichtung wurde komplett erneuert. Nun ist alles aus einem Guss: Jedes Zimmer wurde komplett mit neuem Badezimmer ausgestattet, hochwertige Boxspringbetten, Schreibtisch, Teeküche, Smart-TV und kostenloses WLAN runden die Ausstattung in den sieben Zimmern ab. „Wir wollen ein Angebot auf hohem Standard machen“, unterstreichen beide mehrfach. Die Preise werden etwas über 50 Euro für ein Einzelzimmer liegen, sagt Frank Steinemann.

Für diese relativ wenigen Zimmer ein Frühstück vorzuhalten, mache wenig Sinn. „Wir wollen schließlich keine gewellte Wurst anbieten“, sagt Frank Steinemann lachend. Für die Gäste, die trotzdem ein Frühstück wollen, biete man zusammen mit „Nobbis lütt Backstuv“ an der Bahnhofstraße eigens ein Boardinghouse-Frühstück an.

Weitere Kooperationen nicht ausgeschlossen: Die beiden Boardinghouse-Betreiber suchen nicht nur den Draht zu den Unternehmen der Region, sondern auch zur Gastronomie, um die Gäste auf deren Angebote hinzuweisen.

Hans-Walter Steinemann: „Wir wollen so auch noch ein wenig die Wirtschaft unterstützen.“ Von außen ist dem Gebäude mit der Hausnummer 16 noch nicht anzusehen, was dort angeboten wird. „Das Schild ist noch in Arbeit“, soll aber rechtzeitig fertigwerden. Und während an der einen Stelle also noch letzte Hand angelegt wird, gibt es sogar schon Ideen für eine behutsame Erweiterung: In der obersten Etage des Hauses könnte auf 68 Quadratmetern noch ein Loft für längere Vermietung entstehen, beispielsweise für ein mehrere Monate langes Praktikum. Die Signale, die die beiden in Vorfeld bekommen, vor allem von heimischen Unternehmen, stimmen sie optimistisch, dass das Konzept aufgehen kann: „Der Bedarf ist da.“

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