Plattdeutsch-Stunde mit Gästen an der Grundschule Hindenburgstraße

„Wie eine neue Sprache“

Die Schüler der Arbeitsgemeinschaft „Plattdeutsch“ an der Grundschule Hindenburgstraße in Diepholz erlebten gemeinsam mit ihrer Plattdeutsch-Lehrerin Jutta Schröder-Rensmeyer (links), Landrat Cord Bockhop und den Autorinnen der Geschichte „De Röver un dat Gespenst“ eine vergnügliche Plattdeutsche Vorlesestunde.
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Die Schüler der Arbeitsgemeinschaft „Plattdeutsch“ an der Grundschule Hindenburgstraße in Diepholz erlebten gemeinsam mit ihrer Plattdeutsch-Lehrerin Jutta Schröder-Rensmeyer (links), Landrat Cord Bockhop und den Autorinnen der Geschichte „De Röver un dat Gespenst“ eine vergnügliche Plattdeutsche Vorlesestunde.

Diepholz - So außergewöhnliche Gäste hatten die Schüler in einer Plattdeutsch-Stunde noch nie. Dass Plattdeutsch gesprochen und gelernt wird, ist jedoch für die Schüler der Grundschule an der Hindenburgstraße in Diepholz nichts Außergewöhnliches. Jutta Schröder-Rensmeyer bietet ihren Schülern im Rahmen der Arbeitsgemeinschaften in der dritten und vierten Klasse dieses Fach an.

Samuel, einer der Schüler aus der AG, erzählte gleich zu Beginn ganz mutig: „Man muss das ganz lange üben, weil man das lernen muss wie eine neue Sprache!“

„Es ist einfacher, Geschichten und Märchen zu bearbeiten, als nur langweilige Vokabeln lernen“, war Jutta Schröder-Rensmeyer überzeugt und sorgte für diese außergewöhnliche Unterrichtsstunde. Mit Ute Ardelt, Melanie Enkler und Michaela Pawelzik hatte die Lehrerin die Autorinnen der Geschichte „De Röver un dat Gespenst“ an die Schule geladen.

Die Geschichte ist in Klassensätzen mit einer Sammlung Arbeitsmaterialien an 19 Schulen im Landkreis Diepholz und Nienburg verteilt worden. Finanziell unterstützt wurde das vom Landschaftsverband Weser-Hunte, dessen erster Vorsitzender Landrat Cord Bockhop ist, der die Schüler nun ebenfalls besuchte. Ein Staunen ging durch die Reihen, als die Schüler hörten, wen sie da noch zu Gast hatten. Bockhop erzählte den Kindern, warum die Pflege des norddeutschen Dialektes wichtig ist: „Ihr könnt viel leichter miteinander streiten!“, hob er hervor. „Wenn ihr ‚Blödmann‘ sagen wollt, dann klingt das sehr hart. Aber wenn ihr ‚Döskopp‘ zu jemandem sagt, dann ist das viel weicher und der andere kann das viel leichter verzeihen!“

Christine Hieronimus, die als „Beraterin für die Region und ihre Sprachen an der Niedersächsischen Landesschulbehörde“ tätig ist, war ebenfalls zu Gast und las im perfektem Platt die Geschichte vor, während die wörtlichen Reden des Räubers und des Gespenstes von den Autorinnen übernommen wurden.

Bilder zum Verlauf der Geschichte, an denen sich die jungen Schüler orientieren konnten, erleichterten auch denjenigen das Verständnis, die sich in dem Dialekt nicht so gut auskannten. Deutlich im Vorteil waren diejenigen, deren Großeltern die Sprache noch anwenden. Aber mit der nachfolgenden Erläuterung von den Autoren wurden auch die Kinder eingebunden, die der Geschichte in der Mundart nicht so gut folgen konnten.

Begeistert waren alle Kinder, als es von den Autorinnen hieß: „Wir haben Euch Ausmalblätter, Rätsel und sogar einen Geburtstagskalender mitgebracht!“

bau

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