Auszeichnung für Rainer Pfeil vom Aeroclub Diepholz

Pilot ist nun „Kavalier der Lüfte“

Verleihung des Wanderpreises 2021„Kavalier der Lüfte” an Rainer Pfeil (2. von rechts) auf dem Flugplatz Diepholz-Dümmerland durch (von links) Norbert Lautner, Harald Rossol und Horst Rüdiger.
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Verleihung des Wanderpreises 2021„Kavalier der Lüfte” an Rainer Pfeil (2. von rechts) auf dem Flugplatz Diepholz-Dümmerland durch (von links) Norbert Lautner, Harald Rossol und Horst Rüdiger.

Diepholz/Ganderkesee – Ehrentitel gibt es viele. Manche sind sehr ungewöhnlich: Der Pilot Rainer Pfeil vom Aeroclub Diepholz wurde jetzt 55. „Kavalier der Lüfte“.

Dr. Peter Krupp, Sprecher des Verleihungsausschusses „Kavalier der Lüfte”, begrüßte im Airfield Hotel & Restaurant auf dem Flugplatz in Ganderkesee 50 Flieger und luftfahrtinteressierte Gäste zum traditionellen Fliegerabend, an dem die Ehrung von Menschen, die sich um die Fliegerei verdient gemacht haben, vorgenommen wird. Dem jeweiligen „Kavalier der Lüfte“ wird der vom Kunstflieger und Flugzeugbauingenieur Gerd Achgelis (*16. Juli 1908 in Golzwarden, † 18. Mai 1991 in Hude) gestiftete Wanderpreis „Huder Mönch“ überreicht, berichtet Fred Vosteen, Sprecher der Gruppe „Kavalier der Lüfte“.

Um die Fliegerei verdient gemacht

Aus gesundheitlichen Gründen konnten dem neuernannten Kavalier der Lüfte, Rainer Pfeil, der Titel, der Silberteller und die goldene Fliegerspange erst einen Tag später auf dem Flugplatz Diepholz-Dümmerland (fdd) in Diepholz überreicht werden”.

Rainer Pfeil wurde 1951 auf einem Bauernhof in Darlaten im „Großen Moor” (Landkreis Nienburg/Weser) geboren. Nach dem Schulbesuch suchte er seine berufliche Zukunft in der Landwirtschaft und wurde hier staatlich geprüfter Wirtschafter. Nach einer Ausbildung zum Betriebsschlosser und zum Ausbildungseignungsprüfer begleitete er viele junge Menschen auf ihrem Weg in den Metallberuf. Rainer Pfeil erinnert sich, dass sein Traum vom Fliegen bereits in der frühen Jugend geweckt wurde. Immer dann, wenn am Himmel etwas brummte, reckte er seinen Kopf in die Höhe und so erhielt er alsbald den Spitznamen „Hans guck in die Luft”.

Mit 17 Jahren zum ersten Mal in die Luft

Fast 17 Jahre mussten vergehen, bis Rainer Pfeil das erste Mal in die Luft durfte. Es war im Jahr 1968 in Celle Wietzenbruch und der Mitflug fand in einer Alouette II der Bundeswehr statt. An seinem 17. Geburtstag startete Rainer Pfeil mit seinem Fluglehrer zum Erstflug. Viele weitere Flüge folgten und so wurde in den folgenden drei Jahren Hirzenhain zur fliegerischen Heimat.

Rainer Pfeil nutzte seinen Urlaub für Fliegerfreizeiten. Sein Traum-Urlaubsziel fand er in seiner Nähe, auf dem Bundeswehr-Flugplatz Diepholz, der seine fliegerische Heimat wurde und ist. Die Geschichte dieses Flugplatzes begann bereits im Jahr 1934. Seit 1975 wird der Platz zivil mitbenutzt, seit 2000 durch die Flugplatz Diepholz-Dümmerland GmbH (fdd) mit eigenem Tower am Lehmder Damm.

Neben seiner eigentlichen beruflichen Tätigkeit sowie der Hobby-Fliegerei überwacht Rainer Pfeil als Flugleiter auf dem fdd im Tower alle Flugbewegungen. Seit seinem 70. Geburtstag übernimmt Pfeil diese Aufgaben nur noch vertretungsweise wahr.

Leidenschaft: Historische Luftfahrt

„Zu meiner ganz großen Leidenschaft hat sich bei mir in den letzten 20 Jahren das Thema der historischen Luftfahrt entwickelt”, sagt Rainer Pfeil: „In den folgenden Jahren entstand so ein wertvolles Archiv historischer Flugzeugteile und ebenso eine Sammlung seltener historischer Ausbildungs- und Lehrfilme. Auf meinen jährlichen historischen Flieger-Events präsentiere ich Historikern und den Freunden der Fliegerei diese Schätze“, so der 70-Jährige. „Nach über 50 Jahren in der Fliegerei und der historischen Luftfahrt blicke ich ab und zu zurück und denke, es war eine gute Zeit”.  ej

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