Beratung beim ASB in Diepholz

Pflegegrade statt Pflegestufen

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Pflegeberatung beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) an der Schömastraße in Diepholz: Susanne Döpke (links) im Gespräch mit einer Pflegebedürftigen.

Diepholz - „Gute Pflege gibt es nicht von der Stange“, betont Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und weist auf wichtige Veränderungen in der Pflegeversicherung hin, die mit der Verabschiedung des Pflegestärkungsgesetzes verbunden sind.

Um Pflegebedürftige möglichst lange in der eigenen Umgebung versorgen zu können, wurden die bisherigen Leistungen um sogenannte „niedrigschwellige Angebote“ ergänzt.

Hierbei handelt es sich um Dienstleistungen von geschulten Helfern und Helferinnen, die pflegende Angehörige im häuslichen Bereich – zum Beispiel bei der Versorgung von Demenzkranken – unterstützen.

Das neue Gesetz sieht auch eine Pflegeberatung für Pflegebedürftige und deren Angehörige vor. „Die Pflegeberatung bietet den Betroffenen Hilfestellung bei der Suche nach den Antworten auf viele Fragen“, erklärt Susanne Döpke, zertifizierte Pflegeberaterin beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Diepholz.

Die Beratung erfolge unabhängig und sei stets auf den Einzelfall abgestimmt. Alle Gespräche seien absolut vertraulich und finden auf Wunsch natürlich auch im häuslichen Umfeld des Pflegebedürftigen statt. Die Inanspruchnahme der Pflegeberatung ist kostenlos.

Neues Begutachtungssystem per Gesetz

Ein weiterer Kernpunkt des Gesetzes ist die Einführung eines vollkommen neuen Begutachtungssystems für die Feststellung einer Pflegebedürftigkeit. Dabei wird nicht nur das bisherige System aus drei Pflegestufen durch fünf Pflegegrade abgelöst.

Ab 1. Januar 2017 werden geistige und psychische Einschränkungen (zum Beispiel Demenz) den körperlichen gleichgestellt.

Für Menschen, deren Alltagskompetenzen dauerhaft eingeschränkt sind, wurde der bisherige Leistungskatalog bereits erweitert. Sie erhalten Betreuungs- und Entlastungsleistungen in der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung, ohne dass hierfür die Einstufung in eine Pflegestufe erforderlich ist.

Die Änderungen werfen für Pflegebedürftige und deren Angehörige naturgemäß viele Fragen auf:

Welche Ansprüche habe ich? An wen muss ich mich mit welchem Antrag wenden? Wo bekomme ich welche Hilfsmittel? Und vor allem: Welcher Angehörige könnte allein bestimmen, welche Einschränkungen der Alltagskompetenz zu einer Betreuungsleistung führen? Diese können beim ASB geklärt werden.

Um eine möglichst passgenaue Versorgung der Pflegebedürftigen sicherzustellen, unterhält Susanne Döpke, die Pflegeberaterin beim ASB Diepholz, laut einer Pressemitteilung einen intensiven Kontakt zu den verschiedensten Dienstleistern und Einrichtungen im Gesundheitswesen wie Pflegedienste, Krankenhäuser, Tagespflege, Betreutes Wohnen, Betreute Wohngemeinschaften und selbstverständlich zu den Kostenträgern – das sind Sozialämter, Kranken- und Pflegekassen.

Der Umfang der Hilfestellung umfasst dabei nicht nur die Beratung selbst, sondern schließt die Unterstützung zum Beispiel bei der Antragstellung zur Eingruppierung in Pflegestufen/Pflegegrade bis hin zur Begleitung bei der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MDK) ein.

Nähere Informationen beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Kreisverband Diepholz, Susanne Döpke, Schömastraße 10, Tel. 05441/7511, Fax: 05441/81181, e-mail: pflegeberatung@asb-diepholz.org.

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