Versammlung nach Rücktritt von Diepholzer Ortsbrandmeister und Stellvertreter

Ortsfeuerwehr-Mitglieder verzichten auf Vorschlagsrecht

Jürgen Rudolph
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Jürgen Rudolph bleibt weiterhin kommissarisch Diepholzer Ortsbrandmeister

Diepholz – Die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Diepholz haben den Weg geebnet, das aktuelle Personalproblem in der Führung und offenbare Unruhe langfristig zu lösen. Bei der außerordentlichen Versammlung am Samstagnachmittag im Haus der Feuerwehr verzichteten sie mit einem einstimmigen Beschluss auf ihr Recht, einen neuen Ortsbrandmeister und dessen Stellvertreter vorzuschlagen.

Somit bleibt der stellvertretende Stadtbrandmeister Jürgen Rudolph weiterhin kommissarisch Diepholzer Ortsbrandmeister. Die Zeit bis zur nächsten Hauptversammlung voraussichtlich Anfang 2022 wollen Stadt und Feuerwehr nutzen, um eine langfristig tragbare Lösung zu finden. Dabei soll ein externer Berater helfen. Ein solcher nahm an der Versammlung teil und war dabei ein Ansprechpartner.

Nur eine Wortmeldung

Das teilte Petra Hage, Leiterin des Fachdienstes Ordnung und Soziales, Familie und Bildung bei der Diepholzer Stadtverwaltung, am Sonntag auf Anfrage unserer Zeitung mit. Gäste wie auch Pressevertreter dürfen derzeit wegen der Corona-Regeln das Haus der Feuerwehr nicht betreten. Laut Petra Hage sei die Versammlung sehr sachlich verlaufen und nach einer halben Stunde beendet gewesen. Es hätten mehr als 40 Feuerwehrkameraden daran teilgenommen. Diese Versammlung wäre unabhängig von der Teilnehmerzahl beschlussfähig gewesen.

Rücktritte nach „Mobbing und mangelnder Unterstützung“

Wie von unserer Zeitung berichtet, waren der Diepholzer Ortsbrandmeister Björn Höffken und dessen Stellvertreter Dr. Hauke Malz von ihren Ämtern zurückgetreten. Sie hatten unter anderem jahrelanges Mobbing und mangelnde Unterstützung bei dem Problem durch Stadtfeuerwehrführung und Stadtverwaltung als Begründung genannt. Aus denselben, öffentlich geäußerten Gründen hatte auch Zugführer Florian Hümmling sein Amt niedergelegt.

Bei der Versammlung gab es laut Petra Hage nur eine Wortmeldung. In dieser wurde die Lösung „Verzicht auf das Vorschlagsrecht“ vorgeschlagen. Diesen Vorschlag hatte auch die Stadtverwaltung. Stadt und Feuerwehr wollen nun zeitnah Gespräche führen.

Die Ortsfeuerwehr Diepholz hat 88 Aktive. Sie ist eine von vier ehrenamtlichen Ortsfeuerwehren der Stadt. Die Ehrenbeamten-Funktionen der Ortsbrandmeister werden vom Rat der Stadt besetzt, der in der Regel der Vorschlag der Feuerwehr-Mitglieder folgt. .

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