Niedersächsische Tagung der Landesarbeitsgemeinschaft für Sozialarbeit in Diepholz

Gesund leben lernen in Jugendwerkstätten

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Den Tanzworkshop leitete Auszubildende Lisa Letzel bei der Präsentation einzelner Maßnahmen.

Diepholz -  „Gesund leben lernen“ lautete das Motto in der Jugendwerkstatt an den Kohlhöfen. Beispielhaft und praxisnah begann der Tag mit einem gesunden Frühstück, zubereitet von den Schülern. Tees und Obst und später auch Motivations-, Entspannungs- und Konzentrationsübungen bereicherten das Programm.

Lernende waren nicht die Jugendwerkstatt-Schüler, sondern Pädagogen und Sozialpädagogen aus Niedersachsen, die von der Landesarbeitsgemeinschaft der Jugendsozialarbeit in Niedersachsen zu einer Fachtagung nach Diepholz eingeladen worden waren.

Die hiesige Jugendwerkstatt des Bildungswerk Niedersächsischer Volkshochschulen (BNVHS) arbeitet mit dem Jobcenter im Landkreis Diepholz und dem Programm „Europa für Niedersachsen“ und der Europäischen Union zusammen. „Hier wird sehr viel investiert und sehr Energie aufgebracht, um Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zum 25. Lebensjahr den Wiedereinstieg in einen geordneten und Ziel orientierten Alltag zu ermöglichen“, erklärte die Tagungsleiterin Kathrin Scheidemann, Referentin für Jugendsozialarbeit aus Hannover.

Dass Diepholz als Tagungsort unter 100 Werkstätten in Niedersachsen ausgewählt wurde, beruht auf dem guten Ruf dieser Einrichtung. Die Teilnehmerzahl aus Niedersachsen war auf 20 beschränkt, was bezeugt, wie intensiv gearbeitet werden muss.

Jede Jugendwerkstatt versteht sich als lernendes Unternehmen. Die Einrichtung in Diepholz besuchen zurzeit 17 junge Leute bis zum 25. Lebensjahr. Manche sechs Monate, manche auch bis zu zwölf Monaten, um dann im regulären Arbeitsleben Fuß zu fassen. Sie können die Berufsfelder Holzbe- und -verarbeitung, Garten- und Landschaftsbau und Metallbe- und -verarbeitung kennenlernen, aber auch die Bereiche Ernährung, Hygiene und Hauswirtschaft.

Viele problematische Umstände führten dazu, aus dem üblichen Alltag mit Schule und Berufsorientierung auszusteigen. Soziale Defizite, psychische Beeinträchtigungen und anderes warf sie aus der Bahn. Dabei spielt auch oft die ungesunde Lebensführung eine nicht zu unterschätzende Rolle. Darum begleitet sie in der Jugendwerkstatt mit der beruflichen Einübung auch immer eine sozialpädagogische Fachkraft.

In die Diepholzer Fachtagung führten Kathrin Scheidemann und Walter Koopmann als Leiter des Bildungswerks BNVHS Diepholz ein. Elisabeth Picklapp als Leiterin der Jugendwerkstatt informierte die Teilnehmenden über das erfolgreiche Konzept eines Gesundheitstages. Gesundheitsmanagerin der BNVHS, Ulrike Potratz, sprach über das Thema Prävention und Gesundheitsförderung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Am Nachmittag folgte der Einblick in die Praxis mit Übungen zur Konzentration, Entspannung und Bewegung. Hier wurde als Auszubildende Lisa Letzel aktiv und lud zu einem Tanzworkshop ein.

hb

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