Tagesstätte „Rasselbande“ in Diepholz vor 25 Jahren eröffnet

Niedersachsens erster Kindergarten des ASB

Auf das gelungene Werk stießen die Zimmerleute beim Richtfest im Jahr 1990 mehrfach mit „Samariter-Wein“ an. Links: Friedrich Winkelmann aus Aschen. - Foto: Dufner

Diepholz - Schon mehrfach nahm der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Diepholz bei Bauvorhaben oder Aktivitäten und Angeboten eine Vorreiterrolle ein, betrat Neuland. So auch vor 25 Jahren, als der ASB-Kreisverband den ersten niedersächsischen Kindergarten in seiner Trägerschaft in Betrieb nahm.

Das Jubiläum hat der ASB zum Anlass genommen, heute, Sonnabend, ab 11.30 Uhr zu einem Fest für Groß und Klein in seine Kindertagesstätte „Rasselbande“ am Fingerkrautweg einzuladen. Neben Grußworten will das Duo „Matt & Basti“ aus Syke bis in den Nachmittag hinein nicht nur die Kinder mit seiner Musik erfreuen. Für Stärkungen ist natürlich auch gesorgt.

Mit Fotos, Zeitungsberichten und anderen Belegen wird in einer kleinen Ausstellung der Werdegang der Kita dokumentiert.

Mit dem Bau des 760.000 DM teuren Bauvorhabens, das nur mit erheblichen Zuschüssen der Stadt Diepholz, des Landes Niedesachsen sowie beträchtlichen Eigenmittel des ASB verwirklicht werden konnte, war im Mai 1990 begonnen worden. Im Juli 1990 wurde Richtfest gefeiert. Friedrich Winkelmann von der Firma Holzbau Brandt (Aschen) stellte dabei fest, dass „dies Werk vollbracht mit vieler Mühe und Bedacht, genau nach Plan und Riss gebaut, dass jeder seine Lust dran schaut.“

ASB-Kreisverbandsvorsitzender Wolfgang Hoffmann beim Einloten des Richtkranzes im Juli 1990. Rechts: Geschäftsführerin Birgitt Evers - Foto: Dufner

Im Januar 1991 nahm der Kindergarten seine Arbeit auf. „Wir haben ein gutes Werk vollbracht,“ sagte Wolfgang Hoffmann bei der Einweihung. Bürgermeister Oskar Bödeker gratulierte dem ASB zu der „einmaligen Leistung“, die beispielhaft sei.

Ohne den Einsatz von Wolfgang Hoffmann hätte das Objekt allerdings nicht realisiert werden können. Der Angesprochene indes gab in seiner gewohnt bescheidenen und zurückhaltenden Art das Kompliment weiter an alle Aktiven für deren tatkräftigen Unterstützung. Stellvertretend nannte er den ASB-Mitbegründer Richard Heitmann, dessen Sohn Günter, Paul Gatzemeier, Werner Lange und dessen Söhne sowie Norbert Novak und Geschäftsführerin Birgitt Evers.

Schon 1987/88 hatte der ASB erste Überlegungen angestellt, einen neuen Kindergarten zu bauen. Doch im alten Altersheim am Willenberg, in dem als Pilotprojekt alte Menschen und Kinder unter einem Dach betreut werden sollten, konnte die Idee nicht realisiert werden.

Die Kita „Rasselbande“ im Diepholzer Wohngebiet Dustmühle verfügt damals wie heute über 50 Plätze. 19 Jungen und Mädchen – so viel wie lange nicht mehr – werden in diesem Jahr schulpflichtig und verlassen den Hort, so dass noch Restplätze angeboten werden können.

Nächstes Jahr steht eine Erweiterung um eine Krippe für 15 Kinder ins Haus, war von Mathias Salome von der Geschäftsleitung des ASB zu hören. - rdu

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