Hans-Werner Schwarz stellt „sein“ Diepholz vor

„Nicht der Nabel der Welt“

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Heinrich Klumpe (rechts) bedankte sich bei Hans-Werner Schwarz für einen ebenso unterhaltsamen wie informativen Vortrag über Diepholz. 

Diepholz - In der recht gut besuchten vierten diesjährigen Senioren-Versammlung der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) in der Gaststätte Laker-Wiele ging es einmal nicht um Eisenbahn-spezifische Dinge, sondern eher um „Heimatkunde“.

Als Gast hieß der Vorsitzende des EVG-Ortsverbandes Osnabrück, Heinrich Klumpe, den stellvertretenden Diepholzer Bürgermeister Hans-Werner Schwarz („Blacky“) willkommen, der in seinem ausführlichen Vortrag „Wir sind Diepholz“ seine Stadt mit aktuell rund 16. 800 Einwohnern näher vorstellte und auch einige Döntkes aus seiner langjährigen politischen Tätigkeit auf Landes-, Kreis- und Stadtebene zum Besten gab.

„Wir sind nicht der Nabel der Welt, können uns aber jederzeit mit Kommunen gleicher Größenordnung messen,“ betonte Schwarz und beklagte, dass Diepholz oft schlecht geredet werde und der Prophet im eigenen Lande nichts gelte. Anerkennung höre er meistens nur von außerhalb.

Diepholz sei Bildungsstandort. „Von der Krippe bis zur Hochschule – alles vorhanden.“ Der stellvertretende Bürgermeister erwähnte auch das rege Vereinsleben mit einem sehr aktiven Heimatverein, die hervorragende schulische Versorgung, gute Einkaufsmöglichkeiten, ein breit gefächertes Freizeitangebot und eine solide Krankenhausversorgung.

Der geplante Abzug der Luftwaffe vom Fliegerhorst sei ein schwerer Schlag für die Kreisstadt. „Hier ist aber ganz bestimmt noch nicht das letzte Wort gesprochen,“ ist sich Schwarz sicher.

Der Zuzug und die Unterbringung von Flüchtlingen sei nicht leicht zu händeln. Problematisch sei auch die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Auch die Fußgängerbrücke im Bereich des Diepholzer Bahnhofs bereite der Stadt einiges Kopfzerbrechen, weil sich der Abriss dieses in die Jahre gekommenen Bauwerks immer wieder verzögere. „Ein Zustand, der in der Bevölkerung für große Unzufriedenheit sorgt.“ Ein Image-Film über die Stadt Diepholz rundete den Vortrag ab.

Heinrich Klumpe bedankte sich mit einer Flasche Rotwein für die „sehr interessanten, ausführlichen, unterhaltsamen und verständlichen Ausführungen“ bei Schwarz. Der stellte fest: „Das war eine gemütliche Runde. Und ein Abschluss-Bierchen bei Isabell haben wir auch noch getrunken.“

Eine Beziehung zur Bahn hat „Blacky“ übrigens auch. In seinem Geburtsort Bad Berleburg wohnte die Familie Schwarz eine Zeitlang an der Bahnhofstraße. Der Schulweg von Hans-Werner führte direkt an der Bahn entlang. Als Soldat verschlug es den heute fast 70-Jährigen nach Diepholz.

Die nächste Senioren-Versammlung der EVG Diepholz/Kirchweyhe, deren Einzugsbereich von Bremen bis ans Wiehengebirge reicht, ist am 6. Oktober, 15 Uhr, bei Laker-Wiele. Dann steht „Aktuelles von der Pflegeversicherung“ auf dem Programm. Als Referentin wird Elisabeth Fischer von der „compass“-Pflegeberatung erwartet. 

rdu

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