Verkehrswacht Grafschaft Diepholz erreicht bei 153 Veranstaltungen mehr als 10.500 Verkehrsteilnehmer

Neues Projekt: „Tippen ist tödlich“

Der neue zweite Vorsitzende Bernd Ackermann, die aus dem Vorstand ausgeschiedene Ursula Cybik, Vorsitzender Volker König, Kassenwartin Anja Diekmann und Geschäftsführer Wolfgang Rehling (von links). - Foto: Piepmeyer

Sankt Hülfe - Veränderungen im Vorstandsteam ergaben die Wahlen im Rahmen der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Vereins Verkehrswacht Grafschaft Diepholz, zu der Vorsitzender Volker König als Vertreter der Kommunen Andreas Strümpler (Diepholz) und Bernd Hardemann (Rehden) sowie vom Polizeikommissariat Sulingen dessen Leiter Uwe Ruppe und von der Dekra Uwe Hildebrand begrüßte.

In seinem Rechenschaftsbericht verwies König auf das seit mehr als 20 Jahren gesetzte Ziel der Verkehrswacht Grafschaft Diepholz alle Teilnehmer ihrer Veranstaltungen, unabhängig vom Alter, für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren und ein sicheres Verhalten zu fördern. Die Inhalte der Programme bauen aufeinander auf, beginnend mit der Verkehrserziehung für Kinder im Alter ab drei Jahren – „vom (Tret-)Roller bis zum Rollator“. „Das in den letzten Jahren entwickelte Seniorenprogramm ,Fit im Straßenverkehr‘ sowie eine völlig neue Form der Fortbildung für Landwirte und Lohnunternehmer fanden landesweit Aufmerksamkeit und Anerkennung gefunden“, stellte König fest. In den zurückliegenden zwölf Monaten habe es 153 Veranstaltungen mit 191 Einsatztagen gegeben, wobei die 15 ehrenamtlichen Mitarbeiter insgesamt 2.718 Einsatzstunden leisteten. Dabei habe man über 10.500 Verkehrsteilnehmer erreicht. König: „Für diese imponierende Leistung kann man nur Danke an alle Mitwirkenden sagen.“

13 Verkehrssicherheitsprojekte (27 Tage) veranstaltete die Verkehrswacht an Schulen: Nicht nur Aktionen zu den Themen Fahrradfahren, Sicherheit im Schulbus oder „Toter Winkel“, auch der Überschlag-Rettungs-Simulator kam zum Einsatz. Der spielte, nebst „Rauschbrillenparcours“, ebenfalls bei den Projekten für Fahranfänger eine Rolle, die unter anderem Hilfen beim Begleiteten Fahren ab 17 bieten.

An 51 Sicherheitstrainings – 39 für Auto-, elf für Motorrad- und einer für Transporter- und Lkw-Fahrer – nahmen laut Volker König 601 Personen teil, von denen 135 zur Gruppe der Fahranfänger gehörten. 154 Teilnehmer hatten die sieben Kurse für den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr: Hierbei geht es um die Ladung, das Gesamtgewicht, die Achslast und die Anbaugeräte. Laut König bleiben Senioren immer häufiger aktive Verkehrsteilnehmer, woraus auch höheres Unfallrisiko resultiere: 72 nutzten das Projekt „Fit im Auto“. Ferner gab es Vorträge zu Änderungen im Verkehrsrecht mit 75 Teilnehmern, fünf Rollatorkurse mit 110 und drei Einweisungen in Elektro-Scooter mit 17 Teilnehmern.

Bei den Wahlen wurde Volker König einstimmig als Vorsitzender bestätigt. Aus dem Vorstand schieden zweite Vorsitzende Elke Redenius-Rehling und Schriftführerin Ursula Cybik aus, für deren Engagement sich König bedankte. Als neuen zweiten Vorsitzenden wählte die Versammlung einstimmig Bernd Ackermann, als neuen Schriftführer Paul Messer. In ihren Ämtern bestätigt wurden Kassenwartin Anja Diekmann, Geschäftsführer Wolfgang Rehling, die Beisitzer Rainer Schwarz, Holger Heberle, Holger Cybik, Thomas Lübbert und Andreas Müller sowie Kassenprüfer Klaus Heider.

Wolfgang Rehling umriss das für 2016 erweiterte Arbeitsprogramm: Es ist beabsichtigt, Handfunkgeräte für das Sicherheitstraining anzuschaffen. Hier bedürfe es noch der Sponsorensuche. Immer größer werde das Interesse an Angeboten zum Thema Autofahren mit Anhänger. Als „landesweit einmalig“ bezeichnete Rehling das Projekt „Tippen ist tödlich“, bei dem es um die Gefahren durch die Nutzung von Smartphones am Steuer geht. Dafür will die Verkehrswacht zwei Go-Carts und einen Anhänger anschaffen: Die Teilnehmer sollen einen Parcours absolvieren, Aufgaben lösen – und so selbst erleben, wie Handynutzung ihre Fahrweise beeinflusst. 

fp

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