Standort wird gestärkt

Neues Hochschul-Gebäude für 7,6 Millionen Euro

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Vor dem Zentrum für Werkstoffe und Technik (ZWT) der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik in Diepholz: Vertreter von Landes- und Kommunalpolitik, denen PHWT-Vizepräsidentin Anne-Katrin Reich (3. von links) am Mittwoch die Pläne für das neue ZME vorstellte, das gegenüber dieses Gebäudes entsteht.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Der Hochschulstandort Diepholz wird weiter vergrößert: Auf dem Gelände an der Thüringer Straße 3, wo bereits das Zentrum für Werkstoffe und Technik (ZWT) steht, baut die Private Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) ein Zentrum für Mechatronik und Elektrotechnik (ZME). Der erste Spatenstich für dieses Gebäude ist für den 1. Oktober geplant. Die Gesamtkosten beziffert die PHWT auf 7,6 Millionen Euro.

Anfang 2018 sollen die Studiengänge Elektrotechnik und Mechatronik in dem neuen Gebäude in Diepholz beginnen. Die PHWT gibt dann ihren Standort Oldenburg auf, wo bislang diese Studiengänge angeboten wurden. Ziel: Die Bündelung der Ingenieurkompetenzen am Standort Diepholz und der Aufbau eines Forschungs- und Entwicklungszentrum für die Elektrifizierung und Automatisierung in der Produktions- und Mobilitätswirtschaft sowie der Mechatronik. Bereiche von Forschung und Lehre am Diepholzer ZME sind dann bespielweise: Automatisiertes Fahren, Batteriemanagement-Systeme, Alternative Antriebssysteme und Gesundheits-Monitoring (Ein Beispiel-Projekt: Verbandmaterial mit eingebauten Sensoren, die den Wundheilungsverlauf erkennen). Dabei arbeitet das ZME – wie bereits das ZWT – auch eng mit Betrieben der Region zusammen. „Wir wollen ein Netzwerkknoten sein“, erklärte Anne-Katrin Reich, Hauptamtliche Vizepräsidentin der PHWT.

Die Bau- und Erschließungskosten für das Gebäude, das äußerlich wie das ZWT aussehen wird – nur mit blauen statt roten Fassaden-Anteilen – übernimmt vollständig die Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup-Stiftung. Diese Kosten sind auf 5,2 Millionen Euro veranschlagt.

Die Lehrausstattung (400.000 Euro) trägt die PHWT aus Eigenmitteln, ebenso die Hälfte der mit 1,996 Millionen Euro veranschlagten Ausstattung der Forschungslabore. Für den Rest der Forschungslabor-Einrichtungs-Kosten hat die PHWT einen Förderantrag über 998.145 Euro auf Mittel des Programms EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) gestellt.

Bei der erhofften Bewilligung hat das Land Niedersachsen ein Wort mitzureden. Deshalb erläuterte PHWT-Vizepräsidentin Anne-Katrin Reich, Mittwochvormittag das Erweiterungs-Vorhaben und den Aufbau der privaten Hochschule. Sie begrüßte dazu Matthias Möhle (Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft und Kultur im Landtag), Ulf Prange, (Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kultur, SPD-Fraktionssprecher im Landtag für Kulturpolitik), Luzia Moldenhauer (Landtagsabgeordnete), Karin Beckmann (Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Leine-Weser), Astrid Schlegel (Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion), Prof. Dr. Winfried Schröder (Vorsitzender des Bildungsausschusses der Stadt Diepholz), den Diepholzer SPD-Unterbezirksvorsitzenden Ingo Estermann und den Diepholzer Bürgermeister Dr. Thomas Schulze.

Die PHWT, die in Vechta ihren Verwaltungssitz hat und dort weitere Studiengänge (unter anderem Business Administration) anbietet, hat insgesamt 650 Studierende. An der Finanzierung der Dualen Studiengänge mit Praxis- und Theorieanteilen beteiligen sich 190 Unternehmen aus der Region. Gesellschafter der PHWT sind die Berufsakademie Oldenburger Münsterland, das Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik, die Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup-Stiftung, EWE Vertrieb, die Firma Harting, der Landkreis Diepholz und die Stadt Diepholz.

Das neue Diepholzer Forschungs-Zentrum für Mechatronik und Elektrotechnik (ZME) hat auf drei Geschossen eine Gesamtnutzfläche von 1985 Quadratmetern. Am Mittwoch begannen auf dem Gelände die Vermessungsarbeiten für den Bau.

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