Weiterhin Flächen-Nachfrage von Betrieben

Neues Gewerbegebiet im Südwesten von Diepholz

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Ein neues Gewerbegebiet ist südlich der Moorstraße im Südwesten der Stadt Diepholz geplant – hier der Blick von der Moorstraße in Richtung Junkernhäusern. 

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Nach wie vor haben Firmen Nachfrage nach Gewerbeflächen in Diepholz. Reserven hat die Stadt nicht mehr, denn überplante Flächen sind meist als Reservegrundstücke für bestehende Betriebe vorgesehen. Nun schafft Diepholz ein neues Gewerbegebiet.

Es entsteht im Südwesten der Stadt zwischen der Moorstraße im Norden, Junkernhäusern, der Umgehungsstraße (B 51) und der Dieselstraße im Süden.

Der städtische Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umwelt hat das Vorhaben gestern Nachmittag in seiner öffentlichen Sitzung im Rathaus einstimmig auf den Weg gebracht. Nun werden die Bürger beteiligt, werden die Planunterlagen öffentlich im Rathaus zur Stellungnahme ausgelegt.

Wenn das Planverfahren glatt läuft, könnte das Gebiet im Herbst bebaubar sein. Es umfasst eine Gesamtfläche von 171 000 Quadratmetern, die bislang landwirtschaftlich als Acker genutzt wird. Davon sind neue 129 000 Quadratmeter Gewerbeflächen, der Rest Grün- und Verkehrsflächen. Der „Bürgerwald“ an der Moorstraße, der in dem Plangebiet liegt, wird als Grünfläche ausgewiesen und dauerhaft geschützt.

Planung „zwingend erforderlich“

Die Erschließung des Gewerbegebiets soll über die Reessingstraße und Junkernhäusern erfolgen. Die Fahrbahnen dieser Straßen werden entsprechend verbreitert und für Lkw befestigt.

Die Aufstellung des Bebauungsplanes und die Änderung des Flächennutzungsplanes für dieses Gebiet hatte der Verwaltungsausschuss der Stadt Diepholz schon 2011 beschlossen. Damals bekam das Gebiet den Namen „Zukunftswerkstatt“. Dieser soll nun geändert werden, schlug die SPD vor und stieß damit auf Zustimmung der CDU. Als Vorschlag steht „Moorstraße-Süd“ im Raum. Vor einer Namensänderung wollen sich die Fraktionen noch abstimmen.

Heinrich Buck (FDP) freute sich, dass es in Diepholz so viel Nachfrage nach Gewerbeflächen gebe. Und auch für Horst Glockzin (CDU) war die Planung „zwingend erforderlich“.

Lärmgutachten soll erstellt werden

Karsten Ciglasch vom Oldenburger Planungsbüro P3, das die Pläne erarbeitet hatte, erläuterte im Ausschuss das neue Gewerbegebiet.

Im Planentwurf ist vorgesehen, dass Einzelhandel (ausgenommen Werksverkauf) und Vergnügungsstätten ausgeschlossen werden. Eine Wohnnutzung ist nur auf dem im Plangebiet bestehenden Resthof zulässig.

Es soll noch ein Lärmgutachten erstellt werden, das mit Blick auf die nahen Wohnhäuser unter anderem an der Moorstraße in Höhe Baggersee die Belastung prüft und gegebenenfalls Maßnahmen vorsieht.

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