Polizei: Nicht im Straßenverkehr benutzen

Neues Fahrgefühl mit „Hoverboard“

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Die Polizei stehe „Self-Balance-Scooter“ oder „Hoverboard“ skeptisch gegenüber.

Landkreis Diepholz - Sie heißen „Self-Balance-Scooter“ oder „Hoverboard“ – und sind nach Beobachtungen der Polizei im Landkreis Diepholz immer öfter in Parks, auf Parkplätzen und Innenhöfen, aber auch im öffentlichen Straßenverkehr zu sehen. „Die Geräte sind derzeit sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen stark im Kommen. Nicht nur der hohe Spaßfaktor, sondern auch die praktische Beförderung mit Elektroantrieb wecken hohes Interesse vieler Leute“, so Polizei-Pressesprecher Arno Zumbach.

Die Polizei stehe dieser Entwicklung jedoch skeptisch gegenüber: „Neben der hohen Verletzungsgefahr für die Nutzer und unbeteiligte Passanten sind diese Geräte grundsätzlich nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen und es drohen teilweise hohe Strafen.“

Marie Pagel stellt eine Fahrt mit einem „Hoverboard“ der Verkehrswacht Diepholz dar.

Auf dem „Hoverboard“ steht der Benutzer frei auf der Fahrplatte – Steg genannt – zwischen den beiden Rädern und gibt per Gewichtsverlagerung Fahr-, Lenk- oder Bremsimpulse. Bis zu 20 Stundenkilometer schnell ist das „Hoverboard“. Außerdem gibt es „Solowheels“ oder „Monowheels“, die das gleiche Antriebs- und Steuerungssystem nutzen. „Allerdings auf einem Rad mit einer Standfläche“, so Zumbach. Andere Menschen sind mit sogenannten „Pocketbikes“ oder „Pocketquads“ unterwegs. Alle würden unbestritten einen hohen Spaßfaktor bieten und seien zu einem relativ geringen Preis zu erwerben, so der Polizei-Pressesprecher. 

Weil aber alle durch einen Motor angetrieben würden, „sind sie im Sinne des Straßenverkehrsrechts Kraftfahrzeuge, für die ab einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als sechs Kilometern pro Stunde zur Nutzung auf öffentlichen Straßen eine Genehmigung vorliegen muss“. Fakt sei, dass genau die aufgrund der Bauart dieser Geräte nicht erteilt werden könne: „Sie sind für den öffentlichen Straßenverkehr also verboten.“ Unabhängig davon müsse für alle Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6 km/h, die im öffentlichen Straßenverkehr betrieben werden, eine Versicherung vorliegen.

Zusammenfassend rät die Polizei: „Nutzen sie die Funmobile in jedem Fall nur außerhalb des öffentlichen Straßenverkehrs. Zu Ihrer Sicherheit verwenden Sie Schutzausstattung, ähnlich wie beim Inline-Skating. Durch ein Gespräch mit Ihrem Versicherungsvertreter können Sie sich hinsichtlich Ihrer Haftpflichtversicherung informieren.“ Liege keine Versicherung vor, begehe der Nutzer eine Straftat nach dem Pflichtversicherungsgesetz.

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