Heidrun Plümer hat schon Erfolg auf Märkten

Neuer „Unverpackt“-Laden in Diepholz

Heidrun Plümer (links) und ihre Mitarbeiterin Lena Mühlenbeck im neuen „Unverpackt“-Laden, der am Freitag an der Kolkstraße 14 in Diepholz eröffnet und in dem es nicht nur Lebensmittel gibt.
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Kurze Pause beim Einräumen der Regale: Heidrun Plümer (links) und ihre Mitarbeiterin Lena Mühlenbeck im neuen „Unverpackt“-Laden, der am Freitag an der Kolkstraße 14 in Diepholz eröffnet und in dem es nicht nur Lebensmittel gibt.

Diepholz – Erfolg ohne Plastik und andere umweltschädliche Verpackungen: Heidrun Plümer aus Barver ist seit Juni mit ihrem „Pro-Pure“-Wagen auf Märkten in der Region unterwegs, bietet dort Lebensmittel und andere Waren bewusst unverpackt an. Und sie fand damit so großen Zuspruch, dass sich die 31-Jährige entschloss, nun auch einen festen „Unverpackt“-Laden zu eröffnen.

Am Freitag, 9. April, ist es soweit: Um 9 Uhr öffnet Heidrun Plümer die Türen ihres Ladens „Pro-Pure“ an der Kolkstraße 14 in der Diepholzer Fußgängerzone. In dieser Woche räumte sie gemeinsam mit Lena Mühlbeck und anderen Mitarbeiterinnen die Regale ein. Auch bei der Auswahl des Mobiliars hat Heidrun Plümer auf Nachhaltigkeit geachtet und bewusst teilweise alte Möbel verwendet, um Ressourcen zu schonen.

Dieser Umwelt- und Zukunftsgedanke hat die Mutter von zwei Kindern auch dazu bewogen, die „Unverpackt“-Idee für ein Geschäft zu nutzen. Dabei war sie Pionierin: „Vor mir gab es in Deutschland nur einen ,Unverpackt’-Marktwagen.“ Für ihr mobiles Geschäft wurde sie 2020 im Wettbewerb der Diepholzer Agenda-21-Bürgerstiftung als ein Klimaschutz-Projekt mit dem Agenda-Preis ausgezeichnet. Unterstützt wurde sie von Anfang an vom Diepholzer Wirtschaftsförderer Bernd Öhlmann.

Wer als Kunde in das neue „Pro-Pure“-Geschäft kommt, sollte ein eigenes Gefäß mitbringen. Dieses wird zunächst gewogen, um dann das Gewicht der gewünschten Ware genau erfassen zu können. Es können aber auch Mehrwegverpackungen wie Gläser und Stoffbeutel im Geschäft erworben werden. Tüten aus Recycling-Papier sind ebenfalls vorhanden.

Nicht nur Lebensmittel im Angebot

Im Angebot hat Heidrun Plümer nicht nur Nudeln, Reis, Nüsse und Gewürze, sondern beispielsweise auch Kaffee, Tee, Knabbereien und Müsli-Zutaten. Zudem gibt es Milchprodukte und – in Pfandgläsern – Fruchtaufstriche sowie Obst- und Gemüsekonserven. Im Non-Food-Bereich des Ladens sind unter anderem Putz- und Waschmittel, Seifen, Zahnbürsten aus Bambus und Küchenutensilien zu bekommen.

Auch einen Blick ins Lager können Kunden werfen. Waren wie Nudeln und Reis werden in 25-Kilo-Säcken angeliefert und gelagert und werden dann in kleinere Gefäße zum Verkauf umgefüllt. „Das ist mehr Aufwand als bei einer Anlieferung in Portions-Verpackungen“, erklärt Heidrun Plümer. Auch das Abwiegen der gewünschten Ware dauert seine Zeit. Diese nutzen Kunden gern für ein Pläuschchen. So habe sich auf den Märkten schon eine feste Kundenbindung aufgebaut: „Wir sind alle per Du“, lächelt Heidrun Plümer.

Die 31-Jährige steht mit ihrem „Pro-Pure“-Verkaufswagen weiterhin regelmäßig auf Märkten in Wagenfeld, Lemförde, Damme und Sulingen sowie auf dem Hof der Familie in Barver. Den Wochenmarkt auf dem Rathausmarkt in Diepholz wird sie nun nicht mehr ansteuern. Das wäre auch unsinnig, denn der neue „Unverpackt“-Laden von Heidrun Plümer liegt in Sichtweite.

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