Neuer Präsident der PHWT

Prof. Dennis De hat sich für die Diepholzer Hochschule viel vorgenommen

Hat an der PHWT viel vor: Der neue Präsident und Geschäftsführer der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik, Prof. Dr. Dennis De (56).
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Hat an der PHWT viel vor: Der neue Präsident der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik, Prof. Dr. Dennis De (56).

Diepholz / Vechta – Dynamisch, mit weitreichenden Erfahrungen und Ideen: Der neue Mann an der Spitze der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) Diepholz / Vechta hat sich viel vorgenommen. Prof. Dr. Dennis De will nach einem internationalen Berufsleben jetzt mit 56 Jahren die PHWT aktuellen Erfordernissen anpassen.

Dafür hat er den Ruf, eine Hochschule in der Großstadt Kiel zu leiten, verhallen lassen und ging aus dem Schwäbischen lieber ins ländliche Niedersachsen: „Die Chance, noch einmal etwas Sinnerfülltes zu machen, war ein echter Anreiz.“

Dennis De ist in London geboren und in Süddeutschland aufgewachsen. Er stammt aus einer Akademikerfamilie mit indischen Wurzeln. Seine Mutter ist Französin.

Erfahrungen in ganz Europa

Der 56-jährige Familienvater mit erwachsenen Kindern studierte in Köln Volkswirtschaft. Zuletzt war er Professor für Entrepreneurship und Corporate Development (Unternehmertum und Unternehmensentwicklung) der Hochschule Reutlingen, wo er von 2000 bis 2002 Dekan der zweitgrößten Fakultät „School of International Business“ war. 2009 bis 2016 war er nebenamtlicher Gründungsdirektor eines technischen Studienprojektes der Steinbeis-Hochschule Berlin in Indien.

Erfahrungen in ganz Europa machte Dennis De bereits in den 1990er Jahren als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mittelstandsforschung (IFM) Bonn.

Erfinder der „Snap Socks“

Der Wirtschaftswissenschaftler war auch in der Praxis Unternehmer: Er gilt als Erfinder der „Snap Socks“ – Socken, die sich mit einem Druckknopf verbinden lassen, damit sie in der Waschmaschine zusammenbleiben. Er verkaufte diese Firma 2004 und ist heute Lizenzgeber.

Für die Grünen in Göppingen war er laut einem Bericht des Schwäbischen Tagblatts 2013 Bundestagskandidat.

Zukunftsfit machen

Die PHWT will der 56-Jährige nun in seinen sechs Jahren Amtszeit zukunftsfit machen – und hat schon in den vier Wochen, in denen er Hochschulpräsident und Geschäftsführer ist, hausintern erste Weichen dafür gestellt. Welche Ziele er hat, erläuterte Prof. Dr. Dennis De am Donnerstagnachmittag in Vechta.

Ein Ziel ist, eine größere Gemeinschaft zwischen den beiden Standorten Diepholz und Vechta zu bilden – und die PHWT bekannter zu machen. „Mein Fokus liegt auf mittelständischen Unternehmen“, betont De. Die Digitalisierung ist für ihn ein großes Thema. „Corona hat uns ins 21. Jahrhundert gebeamt“, meint er. Plötzlich waren andere Lernformen als die Präsenz in der (Hoch-)Schule gefragt. Der große Anteil digitaler Komponenten im Lernbereich werde auch wohl noch im Wintersemester, wenn nicht auch im Sommersemester 2021 bleiben“, vermutet De angesichts des weiterhin fehlenden Corona-Impfstoffes.

Bei der Vermittlung von Fachwissen und Methodik sei die Anwesenheit in der Hochschule nicht notwendig, sagt der neue Präsident. Das könne auch digital durch Videos oder Tutorials geschehen. Bei der Vermittlung von Sachkompetenz sei das anders, diese müssten durch gemeinsame Projekte der Studierenden vor Ort erarbeitet werden.

Internationale Zusammenarbeit

Dabei will der neue Präsident die Internationalisierung der PHWT verstärken, also mit Hochschulen im Ausland zusammenarbeiten. Es gebe erste Ansätze, erklärt er – ohne Namen und Orte von möglichen Hochschulpartnern nennen zu wollen.

Die Private Hochschule für Wirtschaft und Technik stehe in Konkurrenz zu staatlichen Hochschulen, die keine Studiengebühren nehmen, und müsse daher besser als diese sein. Die Gebühren zahlen in der Regel nicht die PHWT-Studierenden selbst, sondern beteiligte Firmen finanzieren das Duale Studium mit Theorie- und Praxisanteilen.

Die derzeit sechs Bachelorprogramme der PHWT will Dennis De regelmäßig von externen Gutachtern auf Aktualität überprüfen lassen.

Neu will er an der PHWT eine berufsbegleitende akademische Weiterbildung für Mitarbeiter heimischer Unternehmen einführen – insbesondere mit Blick auf die Digitalisierung im Berufsleben.

Auch quantitativ hat der neue Präsident ehrgeizige Ziele: In seiner sechsjährigen Amtszeit möchte er die Zahl der Studierenden an der PHWT von jetzt etwa 600 (davon knapp 400 in Diepholz) auf 800 erhöhen. Er betont, dass der Weg in die Zukunft der Privaten Hochschule wirtschaftlich gegangen werden müsse: „Die Träger der PHWT stehen hinter den Zielen.“

Die PHWT

Etwa 600 junge Menschen absolvieren an der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) einen dualen Studiengang. In Diepholz sind im Studienbereich Ingenieurwesen „Dr. Jürgen Ulderup“ die Ingenieurwissenschaften mit den vier ingenieurwissenschaftlichen Bachelor-Studiengängen Elektrotechnik, Maschinenbau, Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen sowie dem Master-Studiengang Systems Engineering konzentriert. In Vechta ist die Verwaltung und der Studienbereich Betriebswirtschaft mit seinen Bachelorstudiengängen Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik sowie dem Masterstudiengang Betriebswirtschaft & Management. Die PHWT ist in Trägerschaft der „Private Hochschule für Wirtschaft und Technik gGmbH“ mit Sitz in Vechta. Ihr gehören folgende Gesellschafter an: PHWT Mitglieder- und Unternehmensverbund, Harting Stiftung (Espelkamp), Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup-Stiftung, Landkreis Diepholz, Stadt Diepholz, Landkreis Vechta und Stadt Vechta.

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