SV „Jura“ baut die „Nord“:

Neue Tribüne auf dem Eydelstedter Sportplatz eingeweiht

Die Ideengeber für das Tribünenprojekt in Eydelstedt, Dennis Promann (l.) und Tim Rewald, mit der Manni-Hehlmann-Tribüne im Hintergrund und der kommenden „Jura“-Generation auf dem Arm.
+
Die Ideengeber für das Tribünenprojekt in Eydelstedt, Dennis Promann (l.) und Tim Rewald, mit der Manni-Hehlmann-Tribüne im Hintergrund und der kommenden „Jura“-Generation auf dem Arm.

Eydelstedt – Eine Tribüne? Für den Sportplatz in Eydelstedt? Als die Vorschläge dafür aufkamen, irgendwann im Herbst 2019, da dürften die Ideengeber sicherlich in manches verständnislose Gesicht geschaut haben. Sind diese Pläne nicht „eine Schublade zu hoch“? Habt Ihr Euch da nicht überhoben?

Sie haben es offensichtlich nicht – die Tribüne steht, und sie wurde nun mit einem familiären Fest offiziell eingeweiht.

Dass mit „Tribüne“ nicht eine Wand wie die oft beschriebene gelb-schwarze in Dortmund gemeint war, versteht sich von selbst. Sie sollte einfach die Möglichkeit bieten, den treuesten Fans des SV „Jura“ einen geschützten (Sitz-)Platz anbieten zu können. „Denen, die bei jedem Wind und Wetter zu uns kommen“, hatte „Jura“-Vorsitzender Dennis Promann bei der Jahreshauptversammlung 2020 erklärt.

Aber die Idee durfte nichts (oder nur wenig) kosten. Die Lösung fanden die Verantwortlichen dadurch, dass sie einen ausrangierten Seecontainer als Basis verwendeten. „Baumeister“ Tim Rewald hatte diese Möglichkeit entdeckt, und er war es auch, der sich um die Baugenehmigung kümmerte.

Dann ging es an die Umsetzung, und die Vereinsmitglieder ließen die Planer nicht im Stich: „An 35 Arbeitsdiensten, meistens samstags, waren im Schnitt immer fünf bis sieben Leute hier und haben mit angepackt. Die Corona-Langeweile hat uns da sicher in die Karten gespielt“, erzählte Promann. „Jura baut die Nord“, war der Projektname der WhatsApp-Gruppe.

Am Ende waren 35 bis 40 Helfer im Einsatz. „Wenn ich das hochrechne, dann sind hier mindestens 850 ,Arbeitsstunden‘ entstanden.“

Auch wenn man berücksichtige, dass nicht jeder Helfer eine Bau-Fachkraft war, dann komme man auf etwa 15 000 Euro Lohnkosten, die eingespart wurden, rechnete Promann vor, und dankte den umliegenden Firmen, die mit ihrem Know How und Manpower geholfen haben. „Alle zusammen. Nur so kann so etwas funktionieren.“

Am Ende wurde trotzdem viel Material gebraucht. „21000 Euro mussten wir ausgeben. Davon aber auch 4500 Euro für die Neupflasterung, die noch mal eben mit erledigt wurde. Eingenommen haben wir, Stand heute, durch fast 70 Geld- und Sachspenden etwa 23 000 Euro. Von Spenden über 50 Euro bis zu höheren vierstelligen Beträgen war alles dabei und alles hat geholfen, heute mit einem Plus von 2 000 Euro dazustehen.“ Sowohl für die Sponsoren, als auch für die Helfer gibt es Ehrentafeln im Tribünenraum.

„In der Summe wurde es also ein tolles Gemeinschaftsprojekt auf das hoffentlich nicht nur alle Beteiligten stolz sind, sondern das ganze Dorf“, so Promann.

Benannt ist die Tribüne nach Manni Hehlmann. „Manni war 30 Jahre unser 1. Vorsitzender. Und das sagt bei einem Verein, der vor ein paar Jahren gerade mal sein 50-jähriges Bestehen gefeiert hat, eigentlich schon alles“, erklärte Promann.

„Er hat die Sportanlage und vor allem unser Vereinsheim mit erbaut und geprägt. Und somit musste man auch nicht lange überlegen, wie unsere Tribüne heißen soll.“

Getreu dem Motto „Nach dem Projekt ist vor dem Projekt“ haben die „Jura“-Verantwortlichen auch schon wieder neue Ziele ins Auge gefasst: „Der SV Jura hat in den letzten Jahren nicht nur wieder mehr Jugendmannschaften auf der Anlage, sondern auch immer mehr Frauen, die sich mit ihren Kindern unsere Spiele anschauen“, berichtete Promann. „Beides eine sehr schöne Entwicklung. Aber darum muss nun dringend unser in die Jahre gekommene Spielplatz erneuert werden.“

Da ordentliche Spielgeräte viel Geld kosten, warb der Vorsitzende um Sponsoren dafür.

Die Tribüneneinweihung war eingeleitet worden durch das Ligaspiel der ersten Herren gegen SV Dickel. Die Gäste hatten zur Feier des Tages offenbar einige Geschenke mitgebracht, so dass das Spiel 6:2 für Eydelstedt ausging. Der Tribünenfeier – unter 2G-Regularien – stand nichts mehr im Weg, und da ließen sich auch die Dickeler nicht zweimal bitten.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Dampftag im Kreismuseum

Dampftag im Kreismuseum

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Was Hobbyköche über die Schwarzwurzel wissen sollten

Was Hobbyköche über die Schwarzwurzel wissen sollten

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

Meistgelesene Artikel

Tote Schafe liegen weit verstreut im Sulinger Moor

Tote Schafe liegen weit verstreut im Sulinger Moor

Tote Schafe liegen weit verstreut im Sulinger Moor
34-Jähriger bei Kollision schwer verletzt

34-Jähriger bei Kollision schwer verletzt

34-Jähriger bei Kollision schwer verletzt
Wie aus einer anderen Zeit: Familie errichtet historisches Fachwerkhaus neu

Wie aus einer anderen Zeit: Familie errichtet historisches Fachwerkhaus neu

Wie aus einer anderen Zeit: Familie errichtet historisches Fachwerkhaus neu
Suche nach Vermisstem in Brinkum mit Hubschrauber und Spürhund

Suche nach Vermisstem in Brinkum mit Hubschrauber und Spürhund

Suche nach Vermisstem in Brinkum mit Hubschrauber und Spürhund

Kommentare