PHWT: Studenten präsentieren Projekte

Neue Konstruktionen an der Diepholzer Hochschule

Erstmals in Monocoque-Bauweise erstellte das Racing-Team der PHWT den Rennwagen für den Wettbewerb „Formula Student“. Neben dem realen Fahrzeug präsentierten die Studenten mit Spezialbrillen virtuell einen Windkanal und Einblicke in die Werkstatt.
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Erstmals in Monocoque-Bauweise erstellte das Racing-Team der PHWT den Rennwagen für den Wettbewerb „Formula Student“. Neben dem realen Fahrzeug präsentierten die Studenten mit Spezialbrillen virtuell einen Windkanal und Einblicke in die Werkstatt.

Diepholz – Teeautomaten gibt es schon. Aber Geräte auf dem Markt benötigen Zeit und Aufwand beim Reinigen – und mit ihnen lässt sich oft nur eine Tasse Tee zubereiten. Studenten der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) Diepholz/Vechta haben einen Automaten entwickelt, der nicht nur die Menge für mehrere Tassen Tee gleichzeitig zubereiten kann und sich teilweise automatisch reinigt, sondern der auch durch die verwendeten Werkstoffe umweltverträglicher ist.

Den Prototyp stellte die Gruppe „Tealix“, zu der die Maschinenbau-Studenten Lukas Warnke, Anna-Lena Bender, Mira Dams und Vincent Knickmann gehören, am Dienstag am PHWT-Standort in Diepholz an der Thüringer Straße vor.

Neuer Teeautomat und Monocoque-Rennwagen

Dort in den beiden Hochschulgebäuden ZME (Zentrum für Mechatronik und Elektrotechnik) und ZWT (Zentrum für Werkstoffe und Technik) präsentierten Studierende des siebten Semesters der PHWT aus den Dualen Studiengängen Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen Ergebnisse ihres Projektstudiums. Unter dem übergeordneten Thema Nachhaltigkeit hatten sie sich seit Anfang des Jahres mit verschiedenen Projekten befasst. „Tealix“ war eines davon. „Ziel war es, einen Teeautomaten zu entwerfen, der den Teegenuss umweltverträglicher und anwenderfreundlicher gestaltet“, erklärte die vierköpfige Gruppe an ihrem Messestand.

Mit ihrer innovativen Teemaschine: Das Studenten-Team „Tealix“ der PHWT (von links) Lukas Warnke, Anna-Lena Bender, Mira Dams und Vincent Knickmann.

Weitere Themen von Projekten und Vorträgen der Ganztagsveranstaltung waren beispielsweise nachhaltige Wirkstoff- und Düngerausbringung sowie die Entwicklung eines Heizsystems für eine Drehkolbenpumpe (Hintergrund: In Industrieanwendungen werden häufig Stoffe befördert, die bei Raumtemperatur nicht ohne Weiteres pumpfähig sind. Härten diese Medien bei Abkühlung in der Drehkolbenpumpe aus, kann dies zu Schäden führen).

Einen großen Teil der Vorträge und Präsentationen betraf das jährliche Hauptprojekt der PHWT: Studierende, aus den Bereichen Elektrotechnik, Mechatronik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen konstruieren einen Rennwagen – inklusive Finanzplan und Marketing – und nehmen damit am internationalen Wettbewerb „Formula Student“ teil. Nachdem das Rennwagen-Projekt 2020 wegen der Corona-Pandemie ausgefallen war, war im Sommer 2021 ein neues Auto aus dem PHWT-Gebäude gerollt.

Virtueller Windkanal

Dieses 15. Fahrzeug von PHWT-Studenten, das bei der Projektpräsentation am Dienstag zu sehen war und erläutert wurde, ist eine Besonderheit: Die Karosserie ist keine Stahlrohrkonstruktion mehr, sondern wie bei Formel-1-Fahrzeugen ein Monocoque aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Das ist deutlich aufwendiger zu bauen und laut Gesamtteamleiter Jeremias Meyer mehr als 40 000 Euro teurer als die bisherige klassische Konstruktion. Neben dem realen Fahrzeug präsentierten die Studenten mit Spezialbrillen virtuell Luftströmungen am Fahrzeug wie in einem Windkanal und virtuelle Einblicke in die Werkstatt per selbst programmierter Software. Zahlreiche Sponsoren förderten wieder das Rennwagenprojekt des dieses Jahr 42-köpfigen Racing-Teams „Deefholt Dynamics“. der PHWT.

Die Projekte aller Teams und deren Präsentation wurde von Lehrenden der PHWT bewertet. Die Note fließt in die Gesamtszensur des Bachelor-Studienabschlusses ein. Zu den Abschlusspräsentationen des Projektstudiums 2021 waren auch Vertreter der an der PHWT beteiligten Firmen und andere eingeladen. Wegen der Corona-Entwicklung gab es jedoch viele kurzfristige Absagen, bedauerte Prof. Dr.-Ing. Thomas Plegge vom Diepholzer PHWT-Studienbereich Ingenieurwesen „Dr. Jürgen Ulderup“.

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