Auffällige Zurückhaltung der beteiligten Institutionen

Buslinie Diepholz-Vechta kommt offenbar nicht voran

Der Busbahnhof Diepholz am Bahnhof.
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Der Busbahnhof Diepholz am Bahnhof. Ob von hier mal eine stündliche Verbindung nach Vechta startet, ist noch ungewiss.

Diepholz/Vechta – Grandios gescheitert ist im vergangenen Jahr der Versuch, eine Buslinie im Stundentakt zwischen Diepholz und Vechta einzurichten. Ob diese von vielen Bürgern seit langem gewünschte Verbindung in absehbarer Zeit kommt, ist fraglich. Die beteiligten Institutionen üben sich derzeit in auffälliger Zurückhaltung.

Der Landkreis Vechta hatte seinerzeit den vom Landkreis Diepholz angebotenen Finanzierungsanteil als zu gering erachtet und keine Realisierungschance für das Buslinien-Projekt gesehen.

Für die Linie Vechta – Diepholz hatte die Vechtaer Kreisverwaltung nach Abzug von Landesförderung und Fahrgeldeinnahmen ein Jahresdefizit von 400 000 Euro errechnet. Landkreis und Stadt Diepholz wollten zusammen einen Defizitanteil von 80 000 Euro jährlich übernehmen. Das war dem Nachbarlandkreis zu wenig.

Jetzt tauchte eine neue Finanzierungsmöglichkeit auf. Der heimische Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig (CDU) teilte mit, dass Landkreise, Städte und Gemeinden Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV vorschlagen können. Das Bundesverkehrsministerium stellt laut einer Pressemitteilung Knoerigs 250 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren bereit. „Ziel ist es, die CO2-Emissionen im Straßenverkehr durch attraktive ÖPNV-Angebote erheblich zu senken“, erklärt Knoerig: „Doch nur ein gut ausgebauter und bezahlbarer öffentlicher Nahverkehr kann die Menschen überzeugen, auf Busse und Bahn umzusteigen. Das gilt insbesondere im ländlichen Raum, wo flexible, flächendeckende Angebote als Alternative zum Auto gefragt sind.“

„Kommt diese Finanzierungsmöglichkeit für eine Busline Diepholz-Vechta in Frage?“, wollte unsere Zeitung von Stadt und Landkreis Diepholz sowie vom Landkreis Vechta wissen. Die Antworten waren knapp und sehr zurückhaltend.

Der Landkreis Vechta antwortete: „Grundsätzlich begrüßt der Landkreis Vechta eine Angebotsverbesserung des ÖPNV in Richtung Diepholz sehr. Beide Landkreise sollten gemeinsam daran arbeiten, ein adäquates und finanzierbares Angebot hierfür aufzustellen. Zu diesem Thema sind weitere Gespräche zwischen dem Landkreis Vechta und dem Landkreis sowie der Stadt Diepholz notwendig.“

Der Landkreis Diepholz wollte das Thema nicht kommentieren und verwies an den Landkreis Vechta.

Auch bei der Stadt Diepholz scheint die angestrebte Einrichtung der Buslinie noch nicht weitergekommen zu sein. Aus dem Rathaus hieß es: „Bürgermeister Florian Marré hat sich mit dem Landkreis Diepholz als zuständige Behörde bereits abgestimmt. Die weiteren Schritte betreffend die neue Förderrichtlinie liegen im Zuständigkeitsbereich des Landkreises.“

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