Neubau soll im Mai 2016 bezugsfertig sein / André Pfennig neuer Mitarbeiter

Stadtteilladen Moorstraße: Abriss-Bagger ist angerückt

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Carsten Tellbach (links) und Andre Pfennig: Der Stadtteilladen, der vorübergehend in einer Erdgeschoss-Wohnung im Haus Moorstraße 9 ist, hat nun zwei feste Mitarbeiter.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Die Abrissarbeiten müssen vorsichtig ablaufen und dauern daher etwa zwei Wochen, denn ein Teil der Fundamente wird für den Neubau genutzt. Seit gestern wird das Stadtteilladen-Gebäude an der Moorstraße abgerissen. Der Neubau soll im Mai 2016 bezugsfertig sein.

Zum Auftakt des Abrisses kamen gestern Vormittag Vertreter von Rat und Verwaltung, von Firmen und Organisationen vor Ort zusammen.

Das Gebäude an der Moorstraße war in den 1950er Jahren erstellt worden. Zunächst war dort ein Lebensmittelgeschäft, später eine Gaststätte. 1996 wurde das Haus auf private Initiative zum „Stadtteilladen“, zu einer Anlaufstelle für Menschen aus dem sozial nicht unproblematischen Quartier rund um die Moorstraße. Betreiber ist ein Verein.

Nach langen Diskussionen beschloss der Rat im vergangenen Jahr den Neubau, da die Räume schon immer alles andere als optimal für die soziale Einrichtung waren.

Das neue Stadtteilladen-gebäude bekommt ein Satteldach. Der Dachboden wird als Lager mit Platz für Technik ausgebaut. Im Erdgeschoss des 180 Quadratmeter großen Hauses sind zwei Gruppenräume sowie zwei Büros für die jeweils beiden Mitarbeiter des städtischen Jugendbüros (Danilo Sodogé und Hubert Josephowitz) sowie des Stadtteilladens (Carsten Tellbach und André Pfennig) vorgesehen. Ein Café-Bereich sowie Putzmittellagerraum und WC (auch behindertengerecht) ergänzen das Raumangebot im Erdgeschoss des Neubaus.

Vorübergehend ist der Stadtteilladen in die Erdgeschoss-Wohnung des benachbarten Mehrfamilienhauses Moorstraße 9 umgezogen. Dort beginnt neben Carsten Tellbach, der auch Quartiersmanager in dem Sanierungsgebiet Willenberg/Moorstraße ist, der Diepholzer André Pfennig heute seinen neuen Job. Der Diplom-Pädagoge hat die halbe Stelle angetreten, die die Stadt Diepholz für den Stadtteilladen finanziert. Der 41-Jährige hat Erfahrung mit sozialer Arbeit in Diepholz: Er ist in diesem Bereich an der Jahnschule tätig und hat nun zwei halbe Stellen in Diepholz.

Wie die gesamte Diepholzer Jugendarbeit in Zukunft aussehen soll, wird am 1. Oktober in einer öffentlichen Fachausschusssitzung im Rathaus vorgestellt. Nach der Schließung des Jugendfreizeitzentrums (JFZ) an der Bahnhofstraße hatte die Stadt die Uni Vechta mit einer Bedarfs- und Gestaltungsanalyse zur Jugendarbeit in Diepholz beauftragt, zu der auch eine Erhebung unter Diepholzer Jugendlichen gehörte.

Zum neuen Jugendarbeits-Konzept gehört nach Informationen unserer Zeitung nicht mehr ein zentrales JFZ, denn das hatten die Jugendlichen bei der Umfrage nicht gewünscht. Vielmehr soll es mehrere Treffpunkte und Einrichtungen verteilt auf das Stadtgebiet geben.

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