Hausärzte nicht betroffen

Neue Vorgabe für das Impfzentrum: Einbruch der Erstimpfungen

Eine neue Vorgabe für den Biontech-Impfstoff wird voraussichtlich die Zahl der Erstimpfungen einbrechen lassen.
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Eine neue Vorgabe für den Biontech-Impfstoff wird voraussichtlich die Zahl der Erstimpfungen im Bassumer Impfzentrum einbrechen lassen.

Die Warteliste mit Impfwilligen aus dem Landkreis wächst stetig. Mehr als 14 000 Personen befinden sich laut Landrat Cord Bockhop derzeit auf der Liste. Ein Grund dafür ist, dass weniger Impfstoff geliefert wurde, als ursprünglich angekündigt. Doch Bockhop rechnet mit einem weiteren Wachsen der Warteliste, denn neue Landesvorgaben für das Impfzentrum ‒ Hausärzte sind ausdrücklich nicht betroffen ‒schränken massiv ein, wie Impfstoffe genutzt werden dürfen – mit dem Ergebnis, dass die Zahl der Erstimpfungen dramatisch einbrechen wird.

  • Neue Vorgaben für den Biontech-Impfstoff lassen im Bassumer Impfzentrum voraussichtlich die Erstimpfungen einbrechen
  • Hausärzte sind von der Regelung nicht betroffen
  • Bereits bestehende Termine bleiben von der Änderung unberührt

Landkreis Diepholz – Die Landesvorgaben sehen vor, den Biontech-Impfstoff im Impfzentrum nur noch für Zweitimpfungen einzusetzen. Auch bei Menschen, die eine Erstimpfung mit dem Astrazeneca-Vakzin erhalten haben. Diese Entscheidung sei bindend, der Landkreis darf nicht anders vorgehen. „Wir mussten Leute überzeugen, Astrazeneca zu nehmen, jetzt müssen wir überzeugen, dass sie was anderes nehmen sollen“, kommentiert Bockhop.

Für diese und die kommenden Wochen sieht das so aus: In der laufenden Woche werden 4190 Impfdosen Biontech, 475 Astrazeneca und 500 Johnson & Johnson für Erstimpfungen genutzt. Für die nächste Woche sind noch einige Erstimpfungen terminiert, diese dürfen wie geplant durchgeführt werden: laut Landkreis-Aussage in 1118 Fällen mit dem Biontech- und in 226 Fällen mit dem Astrazeneca-Vakzin. In den beiden folgenden Wochen stehen nach aktuellem Wissen nur 1400 Dosen Astrazeneca zur Verfügung. Astrazeneca wird von der Ständigen Impfkommission zur Nutzung bei über 60-Jährigen empfohlen.

„Fehler passieren, wir machen sicher auch welche“, so Bockhop im Gespräch, aber „das sind selbst gemachte Leiden, das tut nicht not.“ Die Verunsicherung sei groß, das Bürgertelefon habe mit 1 300 Anrufen in der vergangenen Woche einen neuen Jahresrekord aufgestellt. Wer als impfberechtigte Person seit Wochen auf eine Impftermin-Zuweisung warte, bei dem „führt dies berechtigterweise zu einem Gefühl der Vernachlässigung und Verunsicherung“, weiß der Landrat.  

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