Nächstes Jahr Wahl eines Jugendrates

Jugendarbeit in Diepholz: Neues Konzept

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Nach der Schließung des Jugendfreizeitzentrums (JFZ) an der Bahnhofstraße, das Platz für die „Wissenswerkstatt“ machte, hat die Stadt Diepholz ein neues Konzept für die städtische Jugendarbeit erstellt. Das 13-seitige Werk war gestern Nachmittag Thema im Ausschuss für Bildung und Jugend. Bei Enthaltung von SPD und Grünen stimmte der Ausschuss dem Konzept zu. Wichtigster Punkt: Nächstes Jahr sollen die jungen Diepholzer Bürger einen Jugendrat wählen.

Bis zu den Sommerferien 2016 soll das passieren. Der Jugendrat könnte dann Punkte des Konzeptes verändern und nach Wünschen von Diepholzer Jugendlichen anpassen. Zu den dringendsten Wünschen, gehört laut einer „Gestaltungsanalyse“ der Uni Vechta mit Umfrage unter Diepholzer Jugendlichen im Vorfeld des Konzepts ein Jugendcafé als offener Treffpunkt in der Stadt. Das ist im Konzept auch vorgesehen. Die Ausstattung muss offenbar in Zeiten des Smartphones nicht sehr umfangreich sein. „Hauptsache WLAN und Steckdosen“, hatte sich eine Jugendliche bei der Umfrage geäußert.

Eine Arbeitsgruppe aus Verwaltung und den Mitarbeitern der städtischen Jugendarbeit hatten das Konzept geschrieben, nachdem Vertreter der beauftragten Uni Vechta die Ergebnisse ihrer Analyse im Mai vorgestellt hatten. Neben den Ergebnissen waren auch Erfahrungen der vergangenen Jahre, der bisherigen Projektarbeit und die Rahmenbedingungen in Diepholz eingeflossen.

Kernaussagen des Konzeptes sind: Jugendarbeit richtet sich an alle Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 21 Jahren. Jugendarbeit wird primär durch die hauptamtlichen Kräfte, ergänzt durch Angebote mit Kooperationspartnern und Honorarkräften angeboten. Jugendarbeit findet im gesamten Stadtgebiet statt, verfügt aber über räumliche Schwerpunkte. Sie beinhaltet die intensive Einbindung der Kinder und Jugendlichen in ihre eigenen Belange.

Zur Umsetzung des Konzeptes sind viele vorbereitende Gespräche mit potentiellen Kooperationspartnern nötig. Einige Partner – Vereine und gemeinnützige Organisationen – haben laut Stadtverwaltung die Bereitschaft zur Kooperation signalisiert und den Ansatz einer vernetzten, kooperativen Jugendarbeit im gesamten Stadtgebiet befürwortet.

Während CDU und FPD-Vertreter gestern im Ausschuss das Konzept weitestgehend befürworteten und dafür stimmten, wollte die SPD Ergänzungen – wie die Betonung der Inklusion und Festsetzung zeitlicher Abläufe. Grünen-Ratsher Dr. Cemal Tas kritisierte erneut die Schließung des Jugendfreizeitzentrums.

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