Betrieb in Diepholz schließt

Nach 99 Jahren ist für Elektro Laker Schluss

Die Ladentür und ihre Beschriftung stammen noch aus dem Jahr 1958: Jens-Hermann Laker schließt den traditionsreichen Diepholzer Elektrobetrieb Laker an der Steinstraße.
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Die Ladentür und ihre Beschriftung stammen noch aus dem Jahr 1958: Jens-Hermann Laker schließt den traditionsreichen Diepholzer Elektrobetrieb Laker an der Steinstraße.

Diepholz – Im nächsten Jahr hätte dieser Handwerksbetrieb sein 100-jähriges Bestehen feiern können. Doch kurz vor dem Jubiläum ist Schluss: Jens-Hermann Laker schließt den von seinem Urgroßvater im Jahr 1922 gegründeten Diepholzer Elektrobetrieb mit Laden an der Steinstraße 34 zum 31. Dezember.

Der 40-jährige Diplom-Kaufmann und gelernte Elektroinstallateur wechselt von der Selbstständigkeit in ein Angestelltenverhältnis. Der Vater von vier Kindern nutzte ein Angebot eines Elektroindustrie-Unternehmens im Kreis Minden-Lübbecke. Seine drei teils langjährigen Mitarbeiter finden bei der Diepholzer Firma Pieper-Moorkamp (Bad, Heizung, Energie) eine neue Tätigkeit. „Ich werde den Wechsel mitvollziehen, um in den nächsten Wochen einen fließenden Übergang zu ermöglichen und laufende Aufträge zu Ende zu bringen“, so Jens-Hermann Laker.

Elektro Laker an der Steinstraße 34 vor dem Umbau 1958.

Er hatte den Betrieb am 1. Januar 2013 von seinem Vater Hermann Laker in vierter Generation übernommen.

Gegründet worden war die Firma Laker am 14. Februar 1922 durch Willy Laker, der zuvor seine Ausbildung von 1913 bis 1917 bei der Maschinenfabrik Schöttler in Diepholz absolviert hatte. Die ersten Laker-Geschäftsräume waren am Bremer Eck, dann nutzte Laker kurzzeitig einen Raum der Lohgerberei Müller an der Steinstraße 36.

Seit 1925 Geschäftshaus an der Steinstraße

Im Jahr 1925 errichtete Laker das Geschäftshaus an der Steinstraße 34, wo der Betrieb bis heute blieb. 1943 begann Willy Lakers Sohn Hermann im elterlichen Betrieb seine Ausbildung und legte 1954 die Meisterprüfung ab. Der Firmengründer verstarb 1957, Hermann Laker und seine Frau Marianne übernahmen den Betrieb. Der nächste Generationswechsel erfolgte 1993. Der Seniorchef verabschiedete sich nach 50 Jahren in den Ruhestand und übergab das Geschäft an seinen Sohn Diplom-Ingenieur Hermann Laker und dessen Frau Carola.

Auch Laden wird geschlossen

Mit der Schließung des Handwerksbetriebs Laker wird zum 31. Dezember auch das Ladengeschäft geschlossen, in dem Jens-Hermann Lakers Frau Svenja eine kleine Boutique betrieb.

Wirtschaftliche Gründe seien nicht der Grund für die Schließung des Elektroinstallationsbetriebes, erklärte Jens-Hermann Laker. Aufträge habe es genug gegeben. Aber er wolle  die Chance zur persönlichen beruflichen Weiterentwicklung nutzen, so der 40-Jährige.

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