Diepholzer Unternehmer

Heinrich Dönselmann-Teile möchte Image der Landwirtschaft verbessern

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Heinrich Dönselmann-Theile.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. „Es muss wieder ein Wir-Gefühl geben. Wir und unsere Landwirte“, meint Heinrich Dönselmann-Theile. Der Diepholzer Unternehmer – Inhaber der hdt Anlagenbau GmbH, die als einen Geschäftsschwerpunkt Klimatechnik für Stallungen hat – möchte das Image der konventionellen Landwirtschaft verbessern. Dazu brachte er jetzt in seiner Firma am Groweg in Diepholz Vertreter unterschiedlicher Organisationen an einen Tisch – darunter auch Mitbewerber.

Ein Hintergrund der Initiative: Immer mehr Landwirte geben auf und damit verlieren auch Anlagenbauer für Ställe und andere Zulieferer ihre Kunden. Dem möchte Heinrich Dönselmann-Theile entgegensteuern und eine breite Basis schaffen, die eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit unter dem Motto „Pro Landwirtschaft“ organisieren und finanzieren soll – ähnlich wie die 2009 aufgelöste Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA).

Ein offener Brief, den Dönselmann-Theile auf der Internet-Seite seines Betriebes (www.stallklima.de) veröffentlichte und die Resonanz darauf, gab den Anlass für die Aktion. Er schrieb einleitend: „Wir alle sind negativ betroffen von den politischen Veränderungen rund um die Landwirtschaft. Unklare Vorgaben, geplante Veränderungen in den Haltungsformen sowie überzogen kritische Verbraucher verunsichern massiv die Landwirte und sorgen dafür, dass wenig Bereitschaft zu Investitionen in diesem Bereich besteht. Verständlich! Hinzu kommen noch die Pseudo-Tierschützer, die medienwirksam direkt unsere Landwirtschaft angreifen. Landwirte werden bereits auf der Straße angepöbelt. Deren Kinder in der Schule diffamiert“, so der Diepholzer Unternehmer in seinem offenen Brief.

Treffen „Pro Landwirtschaft“

Vor diesem Hintergrund hatte er jetzt zu ersten Treffen „Pro Landwirtschaft“ eingeladen. Daran nahmen nicht nur die regionalen Landvolk-Vorsitzenden Theo Runge (Grafschaft Diepholz) und Tobias Göckeritz (Mittelweser) teil, sondern auch zwei Schweinezüchter und zwei Vertreter von Stallklima-Firmen. Vertreten waren zudem das Beratungsunternehmen Agrikontakt, der Bundesverband Rind und Schwein, ein Futtermittelunternehmen sowie eine Zucht- und einer landwirtschaftlichen Erzeugerorganisation.

Die Vertreter des „Forums Moderne Landwirtschaft“, von „LandschafftWert“ und die „Initiative Heimische Landwirtschaft“ stellten ihre Kommunikation, die Zielgruppen und ihre Finanzierungsmodelle vor. Dabei wurde deutlich, dass alle Initiativen allein von Landwirten oder Unternehmen der Landwirtschaft getragen werden und teilweise sehr unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, berichtete Dönselmann-Theile.

Zwei praktizierende Landwirte formulierten ihre Anforderungen und Wünsche für eine Kommunikation mit Journalisten, Lehrern, der Politik und dem Verbraucher.

Kommunikationsbedarf wächst

Die Teilnehmer des Erfahrungsaustausches waren sich laut einer Mitteilung von hdt einig, dass der Kommunikationsbedarf weiter wächst und ein regelmäßiger Austausch und die gegenseitige Unterstützung angestrebt werden sollte. Das Rad müsse nicht neu erfunden werden, um die knappen finanziellen Ressourcen optimal einsetzen zu können. Deutlich wurde aber auch das Bedürfnis nach einer schlagkräftigen, nationalen Branchenkommunikation mit Beteiligung aller Unternehmen und Branchen der Wertschöpfungskette Landwirtschaft. Hier seien die landwirtschaftliche Berufsvertretung sowie die Bundes- und Fachverbände gefordert, ein tragfähiges Konzept aller Beteiligten zu entwickeln. Ohne mehr Geld aus den Reihen der Landwirte für die Öffentlichkeitsarbeit werde ein Großteil der Bevölkerung nicht erreicht werden.

Einigkeit herrschte auch bei dem Thema, sich in dem neuen Kreis über aktuelle Themen kurzfristig auszutauschen. Dönselmann-Theile: „Die Effektivität dieser Vernetzung wird sich in der Praxis zeigen.“

Das Unternehmen hdt Anlagenbau berichtet seit einigen Jahren im Internet mit Filmen aus Ställen. Ziel ist es zu zeigen, „wie positiv es in vielen Ställen der traditionellen Landwirtschaft aussieht.“

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