176 Menschen nutzen Aktion auf der Moorstraße

„Multikulti“ bei Corona-Impfung in Diepholz

Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen standen beim Sonderimpftermin des DRK am Freitag im Quartier Moorstraße gemeinsam in der Warteschlange.
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Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen standen beim Sonderimpftermin des DRK am Freitag im Quartier Moorstraße gemeinsam in der Warteschlange.

Diepholz – Nicht in der Innenstadt, nicht vor dem Rathaus, nicht auf dem Marktplatz: Die Stadt Diepholz hatte bewusst die Moorstraße als Ort für die Corona-Sonderimpfaktion ausgewählt. In dem Quartier leben viele Menschen mit Migrationshintergrund, die erfahrungsgemäß ein solches niederschwelliges Angebot brauchen, um sich gegen Covid-19 impfen zu lassen.

Der Erfolg gab der Stadtverwaltung recht. Der Zuspruch war sehr groß, was auch Bürgermeister Florian Marré vor Ort freute: 176 Menschen impfte das Team des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Freitag zwischen 10 und 13 Uhr auf der abgesperrten Moorstraße.

400 Flyer im Quartier verteilt

Mitarbeiter des dortigen Diepholzer Stadtteilhauses hatten kräftig die Werbetrommel gerührt. „400 Flyer mit Hinweisen auf die Impfaktion in mehreren Sprachen haben wir verteilt“, sagte Quartiersmanager Carsten Tellbach. „Auch unsere persönliche Ansprache ist wichtig“, sind sich Tellbach und sein Kollege André Pfennig, Mitarbeiter des Jugendbüros im Stadtteilhaus an der Moorstraße, einig.

Eine lange Schlange bildete sich schon vor dem Start der Impfaktion auf der gesperrten Moorstraße.

Vor diesem Gebäude auf dem neu gestalteten Teil der Moorstraße waren am Freitagmorgen sechs Fahrzeuge des DRK-Kreisverbandes Diepholz aufgefahren, der im Auftrag des Landkreises Diepholz die Impfaktion umsetzte. Bereits um 9.30 Uhr hatte sich vor dem Impfbereich eine lange Schlange gebildet. „Wir konnten jeden impfen, der bis 13 Uhr kam“, zog Theres Mattke, Verbandsreferentin des DRK-Kreisverbandes Diepholz, am Nachmittag gegenüber unserer Zeitung eine positive Bilanz.

„Johnson und Johnson“ genutzt

Mehr als 200 Dosen des Impfstoffes von Johnson und Johnson hatte das DRK bereit. Von diesem Mittel reicht nur eine Dosis, um vollen Schutz gegen das Corona-Virus zu bekommen. Impfen lassen konnten sich alle ab dem 18. Lebensjahr, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Als Nachweis musste ein Personalausweis, ein Reisepass oder eine Krankenkassenkarte mitgebracht werden. Eine Anmeldung war nicht notwendig.

Das Impfangebot nutzten augenscheinlich nicht nur Menschen aus dem Quartier, sondern auch Bürger aus anderen Bereichen der Stadt Diepholz. „Multikulti“, freute sich André Pfennig darüber. Viele Bewohner des Quartiers kommen aus Rumänien und Bulgarien. Sie arbeiten in südoldenburger Fleischbetrieben.

Zwei Ärzte, sechs DRK-Mitarbeiter und sechs Fahrzeuge im Einsatz

Im Impf-Einsatz waren zwei Ärzte und sechs Mitarbeiter des DRK. Die Impfungen wurden in zwei Rettungswagen vorgenommen. Für Registrierung, Arztgespräche sowie Vorbereitung der Impfdosen dienten die anderen DRK-Fahrzeuge. In einem Pavillon konnten die Geimpften noch die empfohlene Viertelstunde verweilen, um eventuelle Nebenwirkungen abzuwarten. Gesundheitliche Probleme oder besondere Vorkommnisse habe es laut Theres Mattke nicht gegeben. Lediglich zwei Impfwillige habe man abweisen müssen, weil der zeitliche Abstand zwischen ihrer Genesung von einer Corona-Infektion und dem Impftermin zu kurz gewesen sei.

Der DRK-Kreisverband Diepholz hatte in den vergangenen Wochen im gesamten Kreisgebiet Sonderimpfaktionen angeboten. Die letzte Impfung im Rahmen dieser Landkreis-Aktion ist heute in Stuhr.

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