„Lernlandschaft“ im Diepholzer Moor ergänzt

Moor-Infos lassen sich über QR-Codes aufrufen

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Viele Betreuer, eine geländetaugliche Ausrüstung und motivierte Realschüler im Diepholzer Moor.

Diepholz - Mit der neunten Klasse der Realschule Diepholz und ihrem Biologielehrer Ralf Schumann starteten am Dienstagmorgen die „Diepholzer Moor Activity Days“ im Rahmen der landesweiten „Naturschutzwoche für Kinder“.

Die Betreuung der Schulklasse übernahmen Dieter Tornow und Ulrich Halfpap vom Agenda 21-Förderverein und der Agenda 21-Bürgerstiftung, Detlef Tänzer und Praktikantin Britta Haak vom Naturpark Dümmer, Lukas Breul vom Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) im Naturpark Dümmer und der Naturfotograf und Libellenexperte Bernd Jöhnk. 

Im Vorfeld des von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung finanziell geförderten Projektes war die „Lernlandschaft“ im Diepholzer Moor um zwei Lernstationen erweitert worden.

Zeitreise durch 200.000 Jahre

Nördlich des Aussichtshügels konnten sich die Schülerinnen und Schüler auf eine Zeitreise durch die zurückliegenden 200.000 Jahre begeben und sich währenddessen ein Bild von der Entstehungs- und Nutzungsgeschichte der Moore machen. Dazu hatte das Organisationsteam einlaminierte Informationen mit Bild und Text vorbereitet.

„Wir wollen diese Zeitreise Stück für Stück optimieren und gästefreundlich in möglichst viele Sprachen übersetzen lassen. Darum haben wir den Weg über das Internet gewählt. Vor Ort im Moor kann man die Texte mithilfe eines QR-Codes und zu Hause über die Agenda-Homepage aufrufen,“ erläutert Dieter Tornow.

Ein weiterer Schwerpunkt lag bei der Schulung der Artenkenntnisse. Dazu stehen jetzt im Moor zwei Drehelemente, mithilfe derer man interessante Details den richtigen Arten zuordnen kann. Die Schüler wissen jetzt, was hinter folgenden Begriffen oder Aussagen steckt: Stockwerkbauer, Baum mit Fußpilz, Luftschiff am Faden, solange wie ein Fußballspiel, weiße Nase oder auffallend hüpfender Flug.

Schüler widmen sich der Moorpflege

„Sollten sie es nicht behalten haben, so können sie jederzeit ins Diepholzer Moor gehen und ihre Artenkenntnisse verbessern und festigen“, so die Empfehlung der Umweltbildungslehrkraft Lukas Breul.

Der dritte Schwerpunkt dieses Moortages umfasste das Entkusseln. Mit Astscheren widmeten sich die Schülerinnen und Schüler der zertifizierten „Naturparkschule“ Realschule Diepholz ausgiebig der Pflege des Moores. 

Die Wiedervernässung der Hochmoore ist die Kunst, das Regenwasser auf einem „Berg“ (Hochmoor) zu halten und dafür zu sorgen, dass die Summe von Verdunstung und Abfluss geringer als die durchschnittliche Wasserzufuhr über den Regen ist.

Heute weiß man, dass die Verwallungen über Jahrzehnte regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf erhöht, repariert oder ergänzt werden müssen. Zusätzlich müssen aufwachsende Birken und Faulbaumgebüsch entfernt werden. 

Eine Birke kann an einem warmen Sommertag mehr als 1 000 Liter Wasser verdunsten. Dadurch wird das Moor immer trockner und der Torfschwund setzt sich fort. Gleichzeitig werden große Mengen des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid freigesetzt.

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