Moor-Erlebnispfad im Westen von Diepholz ist wieder begehbar / Unterstützer-Netzwerk bekommt bundesweite Aufmerksamkeit

Fruchtendes Wollgras und viele Libellen

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Die „Rentner des Agenda 21-Förderverein“, Hendrik Osmers, Teilnehmer am Freiwilligen Ökologischen Jahr sowie Dorothee Wibbing (beide Naturschutzring Dümmer) bei ihrer Arbeit auf dem Moor-Erlebnispfad.

Diepholz - Der Rundweg des Moor-Erlebnispfades im Diepholzer Moor ist auf eigene Gefahr wieder begehbar. „Er ist an einigen wenigen Stellen noch nicht ganz optimal hergerichtet, aber das fruchtende Wollgras und die vielen Libellen, insbesondere die Nordische Moosjungfer, sollte sich niemand entgehen lassen“, meint der Kreisnaturschutzbeauftragte und Vorsitzende des Agenda 21-Fördervereins Dieter Tornow.

Nach ungefähr 20 Jahren war es notwendig geworden, die Dämme erneut abzudichten, aus denen in den letzten Jahren zu viel Wasser aus dem Moor ausgetreten war. Dazu mussten Birken entfernt und Dämme erhöht werden, so auch der Wegedamm des Moor-Erlebnispfades.

Zum Erhöhen der Dämme wurde Torfboden aus der unmittelbaren Nachbarschaft verwendet. Wegen des nassen Winters und Frühjahrs benötigt dieser „Baustoff“ viel Zeit zum Abtrocknen. Entsprechend aufwändig war und ist die Wiederherstellung eines besucherfreundlichen Weges.

Zu den Besonderheiten des Diepholzer Moores gehört das großartige Netzwerk von Unterstützern, das bundesweit Aufmerksamkeit auf sich zieht. Aktuell berichtet das Naturkost-Magazin „Schrot & Korn“ über das Engagement der Biofirma Lebensbaum für das Diepholzer Moor. „Im Zusammenspiel der Netzwerkpartner versuchen wir unnötige Kosten für die öffentliche Hand zu vermeiden, darum haben wir in den letzten Wochen selbst zu Schubkarre, Forke und Harke gegriffen“, so Tornow weiter. An den Aktionen beteiligt waren die Biofirma Lebensbaum, die Lebensbaum-Stiftung, der Agenda 21-Förderverein, der Naturschutzring Dümmer, der Förderverein für das Europäische Fachzentrum Moor und Klima, die Stadt Diepholz und die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Diepholz.

Letztere genehmigte auf dem „kleinen Dienstweg“ eine notwendig gewordene Abweichung von der ursprünglichen Wegeführung. Die Firma ProBaum /Göttingen und der Bauhof der Stadt Diepholz hatten das Schreddermaterial bereitgestellt

Das neue Teilstück des Moor-Erlebnispfades im Westen von Diepholz führt durch ein Areal mit besonderen Einblicken in die biologische Vielfalt. „Beim Verteilen des Schreddermaterials haben wir am Rand des Weges die Grauschwarze Sklavenameise (Formica fusca) gefunden. Die Sklavenameise fällt oft anderen Arten zum Opfer, die mit Hilfe der Formica fusca-Arbeiterinnen eine eigene Kolonie gründen. Zudem wird die Sklavenameise von anderen Ameisen angegriffen, die ihre Puppen rauben, darauf beruht ihre Namensgebung“, berichtet Dorothee Wibbing vom Verein Naturschutzring Dümmer.

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