„Möglichkeiten zur Veränderung“

Großes Interesse an Auftaktveranstaltung zur Innenstadtsanierung

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Die Untersuchungsergebnisse wurden auch auf Stellwänden präsentiert. 

Diepholz - Von Sven Reckmann. Großes Interesse an der Diepholzer Innenstadtsanierung: Zum offiziellen Startschuss am Dienstagabend im Rathaus mussten zusätzliche Stühle herangeholt werden, um den Zuhörern Platz zu bieten.

Schätzungsweise 160 Interessierte kamen trotz besten Grillwetters in den Ratssaal. „Das zeigt, wie groß das Interesse an Möglichkeiten der Veränderung ist“, sagte Bürgermeister Florian Marré, der die Stadtsanierung als das „Mega-Projekt der nächsten 15 Jahre“ in Diepholz bezeichnete.

Zwar stünden etwa 12,6 Millionen Euro an Fördermitteln im Raum, doch nein, die Stadt werde jetzt nicht mit einem Füllhorn herumlaufen (können), „sondern wir brauchen Sie.“

Angesprochen waren die Grundstücks-, beziehungsweise Immobilienbesitzer, die, wie eine Abstimmung später zeigte, etwa die Hälfte der Anwesenden ausmachte.

Im April 2020 soll der Rahmenplan stehen, dann kann es losgehen mit der Sanierung der Diepholzer Innenstadt, für die es dann Geld aus dem Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ gibt.

Frank Schlegelmilch vom beauftragten Planungsbüro BPW (Bremen) führte durch die Veranstaltung.

Frank Schlegelmilch vom beauftragten Planungsbüro BPW (Bremen) stellte zunächst die Schwerpunktbereiche vor. „Sie haben viel Qualität im Freiraum“, sagte er, davon liege jedoch noch vieles im Verborgenen.

Wie Uwe Lögering von der DSK (Deutsche Stadt- und Grundentwicklungsgesellschaft Hannover) erläuterte, kann die Förderung von Maßnahmen im Sanierungsgebiet bis zu 30 Prozent der „bereinigten förderfähigen Kosten“ betragen. Recht schnell kam das Thema auf das Thema Erschließungsbeiträge. Die werde es nicht geben, sagten die Vertreter der DSK, aber einen Ausgleichsbeitrag, der sich an der Bodenwertsteigerung (die natürlich durch die Innenstadtsanierung erwartet wird) orientiert. Dieser Beitrag falle aber deutlich geringen aus als Erschließungsbeiträge, versicherten die Planer. „Sprechen Sie mit der Stadt, wenn Sie größere Projekte vorhaben“, formulierten Frank Schlegelmilch seine zentrale Botschaft des Abends an die Besitzer, „denn es ist keine rückwirkende Förderung möglich.“

Stadtplanerin Charlotte Herbst stellte vor, was sie unter „stadtbildprägenden Gebäuden“ in Diepholz versteht, unter anderem indem sie wiederkehrende Muster in der Architektur kenntlich machte. Die städtischen Grundstücke an der Langen Straße seien „spannende Flächen“, denen man eine neue Funktion zuweisen wolle, wobei wohl auch ein Architektenwettbewerb vorgesehen ist.

Volles Haus beim offiziellen Startschuss für die Innenstadtsanierung im Diepholzer Rathaus.

Die Freiraumplaner hatten sich ebenfalls der Stadt genähert, sahen ein „riesiges Potenzial“ in Diepholz. Die Straßen nicht von parkenden Autos dominieren lassen, die Flüssen sichtbarer werden lassen und die Bahnhofsanbindung verbessern – das schrieben sie Diepholz in die Todo-Liste.

Die Verkehrsplaner hatten ermittelt, dass Diepholz etwa 1.000 Stellplätze in der Innenstadt hat. „Das ist großzügig bemessen“. Inwiefern man dieses optimieren könne, sei nun Aufgabe der Untersuchungen.

Für den 4. November erhoffen sich die Planer ebenfalls ein volles Haus, dann ist eine Bürgerwerkstatt zum Thema Stadtsanierung geplant, bei der die Teilnehmer eigene Ideen einbringen können. „Das hier heute war eher Frontalunterricht“, gab Schlegelmilch am Ende zu.

Die Präsentationen und Ergebnisse dieses Abends sollen auch auf der Homepage der Stadt Diepholz zusammengestellt werden.

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