Kreisverwaltung schafft 16 neue Stellen

825 Mitarbeiter im Dienst für 214.000 Bürger

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Aufgaben und Personal wachsen – auch der Raumbedarf im Kreishaus Diepholz, das vor Kurzem erweitert wurde.

Landkreis Diepholz - Bildung, Gesundheit, Sicherheit und Ordnung sowie viele andere Aufgaben mehr: Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung übernehmen wichtige Funktionen bei der Gestaltung der Lebenswelt für die rund 214.000 Einwohner des Landkreises Diepholz. Mit exakt 825,288 Stellen im aktuellen, politisch bestätigten Personalplan gehört der Landkreis Diepholz zu den großen Arbeitgebern in eben diesem Lebensraum.

Ohne lange öffentliche Diskussionen haben sowohl der Finanzausschuss als auch der Kreistag diesen Nachtrags-Stellenplan beschlossen. Er weist exakt 16,038 Stellen mehr aus als ursprünglich geplant. Warum die Kreisverwaltung mehr Mitarbeiter braucht, hat unterschiedliche Gründe.

Kreisarchivar bald im Ruhestand

Zum einen den Abschied des bisherigen Kreisarchivars Falk Liebezeit, der in den Ruhestand geht – dafür ist eine zusätzliche Stelle eingeplant. Grund: „Auf Empfehlung des Niedersächsischen Landesarchivs ist es angezeigt, die Nachfolge mit der Beschäftigung eines Diplom-Archivars zu realisieren“, heißt es in den Erläuterungen zum Nachtrags-Stellenplan, „vorgesehen ist eine Beschäftigung mit der Hälfte der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit“.

Einen Nachfolger muss der Landkreis genauso für Dr. Andreas Callies finden, den bisherigen ärztlichen Leiter Rettungsdienst. Er hat eine neue Aufgabe in Bremen übernommen und unterstützt den Landkreis solange, bis sein Nachfolger gefunden ist. Der bisherige Honorar-Vertrag ist in eine neue halbe Stelle umgewandelt worden.

Leitstelle: 30 Prozent mehr Einsätze

Dringend Verstärkung braucht auch die Einsatz- und Rettungsleitstelle des Landkreises – sprich fünf neue Stellen für Disponenten und zwei weitere für spezifische EDV-Fachanwendung in dieser lebensrettenden Notrufzentrale. Um sage und schreibe 30 Prozent sind allein die Notrufzahlen in knapp sieben Jahren gewachsen.

Verlässliches Personal für Verwaltungsaufgaben ist offenbar knapp – wie die Einstellung eines neuen Mitarbeiters für das Breitband-Projekt beweist, der seine Stelle nicht angetreten hatte. Unabhängig davon hatte der Landkreis mehrfach Stellen neu ausschreiben müssen – was in einigen Fällen zu längerfristigen Vakanzen führte.

Deshalb sind im Stellenplan exakt 4,538 Entfristungsstellen vorgesehen. Dadurch will der Landkreis befristet eingestellte Mitarbeiter langfristig an sich binden – und außerdem mit drei weiteren „personalwirtschaftlichen Verfügungsstellen“ eine flexible Lösung für unerwartete Engpässe schaffen.

Beamte bilden in der „Firma Landkreis“ die absolute Minderheit. Denn sie besetzen nur 198 der 825,288 Stellen. 627,288 – mehr als das Dreifache also – sind Tarifangestellte. Unter den neu geschaffenen Arbeitsplätzen sind sechs für Beamte und zehn für Tarifangestellte.

 sdl

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