Mit Physikern, Zauberern, Lords und Sexbombs

Kulturring stellt neue Spielzeit vor: „Mit uns haben Sie gute Karten“

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Volles Programm: Der Diepholzer Kulturring hat vorgestellt, was in der kommenden Spielzeit alles geboten wird.

Diepholz – Kaum ist die Theatersaison beendet, da geht die Planung für die neue los. Jedenfalls in Diepholz, denn der Kulturring ist schnell: Am Montagabend stellte der Vorstand mit kabarettistischer Unterstützung von Allroundkünstler Jan Mattheis das neue Programm der Saison 2019/2020 in der Kreissparkassen-Hauptstelle vor.

„Das Programm ist bereits online, das Programmheft liegt am Samstag dieser Zeitung bei und ab Montag kann der Vorverkauf starten“, informierte Vorsitzender Reinald Schröder die rund 80 „Neugierigen“ in Sachen kulturellem Angebot. „Mit dem guten Mix konnten wir in der letzten Saison einige ausverkaufte Säle verbuchen“, so Schröder. Dass es auch anders sein kann, damit stieg Komödiant Mattheis ein: „Bei meinem letzten Termin war nur eine Dame im Parkett. ,Gnädige Frau, heute spiele ich nur für Sie‘. Antwort: ,Beeilen Sie sich, ich muss noch reinemachen.‘“

Mit den Inhalten der attraktiven Angebote aus Abonnement A und B (Schauspiel), Konzert, Sonderveranstaltungen, Vorträgen und Theater für Kinder hatten sich die Kulturring-Vorstandsmitglieder ausführlich beschäftigt. Und wie nah die unterschiedlichen Genres am Herzen lagen, offenbarten sie.

„Steigen Sie ein zum großen Roadmovie“ meinte Bianka Schippmann im T1 Bulli-Shirt zur Vorstellung des Vortrages „Das große Bulli-Abenteuer“ mit Peter Gebhard (Geo, Stern, View). Werner Wessel mag eigentlich keine Harfe, freut sich aber auf das Konzert des Trios „NeuGehört“ mit Romantik 2.0. Im Format „Klassik am Sonntag“ wird die Formation aus Posaune, Saxophon und Harfe in Diepholz erwartet.

Ilona Conradi freut sich selbst und für die Kinder auf Janoschs „Löwenzahn und Seidenpfote“. Und wer jung geblieben ist, geht dann auch mal um 10 Uhr ins Theater, denn Horst Eckert alias „Janosch“ ist zeitlos. Das Westfälische Jugendtheater ist mit dem Theaterstück von Juli Zeh „Good Morning, Boys and Girls“, ein Stück über Amoklauf, das nicht verpasst werden darf, vor Ort.

Um Zaubern geht es beim „Zauberer von Oz“ für Kinder im November, Mattheis zauberte für die Besucher in der Sparkasse mit Karten, indischem Seiltrick und aus dem Bauch. Seine Kollegen waren dabei das „Skunk“ Gottfried und Madame Chi-Chi, ein Paradiesvogel unbestimmten Alters. „Mit ihr toure ich auf der MS Grauer Star.“ Mattheis ist ein Bauchredner mit viel Talent, er lässt die Diepholzer herzlich lachen.

Mit „Spark – Die klassische Band“ kommt zum fünften Mal der Geist des Crossover und Visionären nach Diepholz. „Bach-Berio-Beatles“ heißt das Projekt. Als Benefizkonzert zugunsten der Familie Dieter und Margret Möller-Stiftung konnte Reinhold Beckmann & Band – Freispiel gewonnen werden. Für die Liebhaber vom schönen Sigismund gastiert das Theater für Niedersachsen mit der Operette „Im weißen Rössl“.

Wie man mit AC/DC das Licht ausmacht, dürfte nicht nur Junge interessieren. Konrad Stöckel wird die Feuerwehrleute hinter der Bühne auf Trab halten, denn wenn der Daniel Düsentrieb der Comedy-Wissensshow loslegt, dann stinkt’s und kracht’s und ist’s Wissenschaft…

Ohne Chemie, nur fantastisch in Sand gemalt, besticht die Live-Performance „Sandmalerei“ ästhetischer Art.

„Mädels aufgepasst, der Tiger kommt“, versprach Ulla Wessel und meint das Tom Jones Musical „Sexbomb“ als Story hinter der Story.

Paula Zinser freute sich sehr auf unterschiedliche Klassik-Einkäufe: Markus Becker ist solo am Klavier mit „Kiev/Chicago“ und damit in Klassik und Jazz unterwegs. Das „Ingenium Ensemble“ bringt a-cappella-Genuss und das „Duo Schepansky-Stier“ Kammermusik „ungewöhnlich“. Die Nicolaikirche ist das Forum für den Kammerchor des Kirchenkreises Diepholz und das Weihnachtsoratorium von Bach unter der Leitung von Meike Voss-Harzmeier.

„O-la-la“ geht es zum Neujahrskonzert in die französische Halbwelt. „Vom Moulin Rouge bis Orpheus in der Unterwelt“ meinte Inge Human.

An die Nieren geht nicht nur das Schauspiel „Die Niere“ mit der Frage: „wie weit geht ein Mensch für seinen Nächsten?“, sondern auch „Drachenläufer“, wo Schuld und Sühne, Krieg und Schicksal mit im Gestühl sitzen.

Den NSU-Morden auf der Spur ist der Politthriller nach dem Film von Fatih Akin „Aus dem Nichts“ mit Ausweg Selbstjustiz.

Wie das Berlin der 20er Jahre den Tanz auf dem Vulkan literarisch löst, davon singt die ehemalige Diepholzerin Elisabeth Arend mit Victor Nicoara am Klavier in ihrer musikalisch-literarischen Zeitreise „Tanz auf dem Vulkan“. Mit Dürrenmatts „Die Physiker“ und Frances Hodgson Burnetts „Der kleine Lord“ hat Moral auf der Bühne Platz.

„Acht Frauen“ ist Krimi mit Musik und „Vier Stern Stunden“ lustig wie ein Internet-Blog. Aber es geht mit noch weniger: Im Stück „Heisenberg“ ist Charles Brauer der eine, Anna Stieblich die zweite im Zweipersonen-Stück.

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