Vier Besuchsstationen für Björn Thümler

Minister erkundet Diepholz

Im Elektrotechnik-Raum der Wissenswerkstatt: Minister Björn Thümler (2. v. r.) mit Leiterin Dr. Heike Pabst und (v.l.) Bürgermeister Florian Marré, Christian Haedge, Vorsitzender des Wissenswerkstatt-Trägervereins, und Landtagsabgeordneter Marcel Scharrelmann.
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Im Elektrotechnik-Raum der Diepholzer Wissenswerkstatt: Minister Björn Thümler (2. v. r.) mit Leiterin Dr. Heike Pabst und (v.l.) Bürgermeister Florian Marré, Christian Haedge, Vorsitzender des Wissenswerkstatt-Trägervereins, und Landtagsabgeordneter Marcel Scharrelmann.

Diepholz – Erste Station war die Wissenswerkstatt an der Bahnhofstraße: Den ganzen Donnerstagnachmittag verbrachte der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, in Diepholz. Nach dem Besuch der Wissenswerkstatt, wo Kinder und Jugendliche an technische Berufe herangeführt werden, ging es per E-Bike zum Schloss und zum Rathaus – begleitet vom Landtagsabgeordneten Marcel Scharrelmann und von Bürgermeister Florian Marré. Vierte Station war die Private Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT).

Die Wissenswerkstatt kannte der aus Brake stammende CDU-Politiker noch nicht. Sein Fazit nach dem Rundgang: „Davon sollte es deutlich mehr geben – im ganzen Land.“ Leiterin Dr. Heike Pabst und der Vorsitzende des Wissenswerkstatt-Trägervereins, Christian Haedke, führten den Minister und seine Begleitung durch die Einrichtung in der alten Lübkemannschule. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in der Wissenswerkstatt kreativ-spielerisch an Technik herangeführt werden, um so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, war im Jahr 2020 nur halb so groß wie in den Vorjahren. Zuvor wurden etwa 7 000 Teilnehmer jährlich verzeichnet, die vormittags klassenweise auch aus Schulen der umliegenden Landkreise kommen und von denen viele nachmittags einzeln bei Veranstaltungen mitmachen. Wegen der Corona-Pandemie und der dadurch bedingten zeitweisen Schließung gab es im vergangenen Jahr nur etwa 3 500 Besucher. Dabei sind die 564 Teilnehmer einer Online-Aktion eingerechnet. Im Jahr 2022 läuft die EU-Förderung zur Finanzierung einer der drei Personalstellen aus. Dann müsse ein Ersatz-Förderprogramm gefunden werden, so Vereinsvorsitzender Christian Haedke. Eine finanzielle Unterstützung durch das Land konnte Minister Thümler angesichts der coronabedingt schlechten Haushaltsentwicklung der Wissenswerkstatt nicht versprechen.

Minister Björn Thümler (links) am Schluss seines Besuches an der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik mit PHWT-Präsident Prof. Dr. Dennis De (2. von rechts) sowie Landrat Cord Bockhop und der Vorstandsvorsitzende der Ulderup-Stiftung, Dr. Thomas Schulze (rechts).

Am Diepholzer Schloss informierte Bürgermeister Marré den Gast über die Pläne der Stadt zu besseren Anbindung der landeseigenen Schlossinsel von der Innenstadt aus – und darüber, dass ein Turmbesuch wegen des Brandschutzes nur für zwei Personen gleichzeitig möglich ist, was die Nutzung des sanierten historischen Bauwerks nach wie vor einschränkt. Im Rathaus trug sich Thümler ins „goldene Buch“ der Stadt Diepholz ein.

An der PHWT bekam Thümler zunächst Infos von Studierenden aus erster Hand: Janek Kolhosser zeigte dem Minister eines der modernen Labore und Jennifer-Sissi Lange einen Rennwagen, wie PHWT-Studierende ihn jedes Jahr bauen und damit an einem internationalen Wettbewerb teilnehmen. Als „hervorragend“ bezeichnete Thümler am Ende seines Besuches die PHWT – und als „Perle“. Auf Nachfrage von Dr. Thomas Schulze, Vorstandsvorsitzender der Ulderup-Stiftung, die die private Hochschule maßgeblich finanziert, sagte Thümler, dass er in der akademischen Weiterbildung einen großen Markt sehe. Staatliche Hochschulen würden das kaum übernehmen. An der Gesprächsrunde nahm auch Landrat Cord Bockhop teil. PHWT-Präsident Prof. Dr. Dennis wies den Minister darauf hin, dass Niedersachsen zu den flächenmäßig größten Bundesländern zählt, aber mit 21 staatlichen und acht privaten Hochschulen für acht Millionen Einwohner weniger Hochschulen pro Einwohner hat als das flächenmäßig kleinere Baden-Württemberg mit 55 staatlichen und 25 privaten Hochschulen für elf Millionen Einwohner. Das unterstreiche die Bedeutung der PHWT.

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