Landrat freut sich über Nachricht aus Berlin

20 Millionen Euro für mehr Breitband

Landkreis Diepholz - Kräftiger Rückenwind für den Breitband-Ausbau im Landkreis Diepholz: Insgesamt 20 Millionen Euro – davon fünf Millionen aus Landesmitteln – fließen in die kreisweite Versorgung. „Wir haben die Mitteilung über den Förderbescheid aus Berlin erhalten“, erklärte Landrat Cord Bockhop gestern auf Anfrage – sichtlich erfreut: „Unsere Idee ist also aufgegangen.“

Der Bescheid werde am 21. März in Berlin offiziell übergeben, sagte Bockhop. Einer seiner Stellvertreter soll das Papier dort in Empfang nehmen, das ein Schlüssel zur nachhaltigen Verbesserung der digitalen Infrastruktur im Landkreis Diepholz ist. Denn die 20 Millionen Euro entsprechen etwa einem Drittel der Kosten, die das Mammut-Projekt umfasst.

Landrat Bockhop verglich die digitale Versorgung aller Bürger, Wirtschaftsunternehmen und Firmen im Landkreis gestern mit dem Bau von Wasser- und Stromleitungen – einst elementare Investition in die Lebensqualität.

Politik in Diepholz hat schnell gehandelt 

Der Landrat dankte ausdrücklich dem Kreistag für seinen „schnellen und intensiven Entscheidungsprozess“ in Sachen Breitbandversorgung – und schloss die Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung und die Verantwortlichen in den Städten und Gemeinden mit ein: „Das zeigt, wie schnell Politik sein kann.“ Beratungen, Diskussionen und Veröffentlichungen vor Ort hatten seinen Beobachtungen zufolge eine besondere Dynamik ausgelöst: „An vielen Stellen wird kräftig gebuddelt“, blickte Bockhop auf die Bemühungen von Telekommunikationsunternehmen, wirtschaftliche Projekte noch schnell umzusetzen.

„Das geht zwar etwas zulasten unserer Wirtschaftlichkeit, aber das ist ein langfristiges Großprojekt“, erklärte der Landrat – und zeigte sich fest überzeugt: „Was heute unattraktiv ist, wird attraktiver durch unsere Leitung. Und was heute attraktiv ist, wird es in Zukunft nicht mehr sein“, beschrieb er die Dynamik auf dem digitalen Kommunikationsmarkt.

Festzustellen sei, dass sich Telekommunikationsunternehmen dem Thema Versorgung annähmen. Das sei vor Jahren noch anders gewesen: „Was haben wir gebettelt.“

Mittlerweile gebe es schon Telekommunikationsanbieter, die sich an der Umsetzung des Großprojekts beteiligen wollen. Wie es dann konkret realisiert werden könne – „ob wir beispielsweise ein Unternehmen mit dem Bau beauftragen und die Anbieter dann als Mieter auftreten“ – das müsse noch entschieden werden, stellte Bockhop klar. Insgesamt muss der Landkreis einen Betrag bis zu 60 Millionen Euro investieren. „Wir werden alle Bürger versorgen“, betonte Bockhop – und schloss darin Mobilfunk-Lösungen an manchen Stellen ein. 

sdl

Rubriklistenbild: © dpa

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