Besuch aus den USA von Nachfahren eines Diepholzer Auswanderers

„Millers“ bei „Müllers“

„Millers“ aus den USA bei ihren Vorfahren „Müller“ in Diepholz – hier mit Richard W. Bitter (links) vom Heimatverein im Diepholzer Schloss (von links): Martin Müller, seine Frau Sabine Müller und Sohn Bernd Müller (rechts) mit Jackie Kemp, geb. Miller, und deren Mann Jeff Kemp.

Diepholz - Der Name Müller ist nicht gerade selten. Doch manche Vorfahren und Familiengeschichten lassen sich noch historisch verfolgen. Die Familie des Diepholzers Martin Müller ist ein Zweig der Familie Müller, die noch unter dem Begriff „Leder-Müller“ bekannt ist. Dieser Familie gehörte die frühere Lederfabrik an der Steinstraße. Jetzt bekam die Familie Besuch von Verwandten aus den USA, wo aus „Müller“ im Englischen „Miller“ geworden ist.

„Unsere Familie lebt nachweislich seit 400 Jahren in Diepholz, davor wird ein Nachweis durch die Kombination von 30-jährigem Krieg und der Häufigkeit des Namens Müller leider unmöglich, berichtet Martin Müller.

Im Jahr 1854 wanderte Adolph Friedrich Müller im Alter von 20 Jahren nach Amerika aus. Sein Bruder Friedrich Wilhelm Müller betrieb ab 1862 die Lederfabrik an der Steinstraße in Diepholz.

Adolph Müller ging nach Wisconsin im Norden der USA und ließ sich in Watertown nieder. Er und seine Nachkommen betrieben dort bis 1937 eine Zigarrenfabrik.

Im Jahr 1998 gelang es Martin Müller dank der guten Unterstützung durch den Diepholzer Stadtarchivar, Falk Liebezeit, einen Kontakt zur Ururenkelin von Adolph Miller herzustellen. Im Januar 1998 bestätigte Jackie Anne Miller den aufgestellten Stammbaum.

Da ihr Sohn Jakob zurzeit beruflich in Südeuropa tätig ist, beschlossen Jackie Kemp, geb. Miller, und ihr Mann Jeff, die in San Antonio in Texas leben, die Gelegenheit zu nutzen, um einen Besuch ihres Sohnes mit einem Aufenthalt in Diepholz zu verbinden.

Eines der Highlights war dabei sicherlich der Besuch des Diepholzer Schlosses, der von Richard W. Bitter, dem Vorsitzenden des Heimatvereins Diepholz, mit sehr vielen Informationen zu einem beeindruckenden Erlebnis wurde.

Ein Gegenbesuch in den USA durch die „Diepholzer Müllers“ ist für nächstes Jahr geplant.

ej

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