„Bethel im Norden“ an neuem Standort

Für bis zu 24 Menschen mit seelischen Behinderungen

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Bereichsleiter Claus Freye, Werkstattleiter Thomas Bremermann und Fachkraft Heinz Wortmann (von rechts) in dem geräumigen Verkaufsraum.

Diepholz - Größer, heller, freundlicher, zweckmäßiger. So präsentieren sich die neuen Verkaufs- und Werkstatträume der proWerk A&I (Arbeit und Integration) des Unternehmensbereichs „Bethel im Norden“ in der von der Linkert GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) in Diepholz errichteten rund 1.000 Quadratmeter großen Halle an der Straße „Auf dem Esch“.

Der 2008 von „Bethel im Norden“ bezogene Standort an der Wellestraße 3 (ehemals Bekleidungshaus Lehnkering) musste Ende letzten Jahres aufgegeben werden, weil das Gebäude abgerissen wurde, um Platz zu schaffen für einen Neubau der Volksbank Diepholz-Barnstorf. In der neuen Halle „Auf dem esch“ fand auch der bisherige Nachbar an der Wellestraße, die Tierarztpraxis Rußwurm, ein neues Domizil (wir berichteten).

Claus Freye, Bereichsleiter der Eingliederungshilfe im Unternehmensbereich Bethel im Norden, freute sich – wie auch Werkstattleiter Thomas Bremermann und Heinz Wortmann als Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung – bei einem Pressegespräch darüber, Menschen mit seelischen Behinderungen eine wohnortnahe Beschäftigung unter optimalen Bedingungen anbieten und ganz gezielt auf deren individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten eingehen zu können.

In der Werkstatt in Diepholz, neben Freistatt und Sulingen einer von drei Standorten der proWerk A&I im Kreis Diepholz, seien zur Zeit zwölf Behinderte beschäftigt. Es gebe aber noch Luft nach oben – bis zu 24 Plätze.

Im hinteren Teil des neuen Werkstattgebäudes liegt der Schwerpunkt auf den Bereichen „Montage und Verpackung“.

Auf der über 200 Quadratmeter großen Verkaufsfläche im vorderen Gebäudeteil geht es unter anderem darum, den täglichen Umgang mit den Kunden zu erlernen. Dabei erhalten die Beschäftigten eine sehr individuelle Unterstützung von den Fachkräften für Arbeits- und Berufsförderung, sie führen im Ladengeschäft Verkaufsgespräche, geben Auskunft über das vielfältige Sortiment, sind für die Warenbestellungen zuständig und kümmern sich auch um das Auffüllen der Regale oder das Dekorieren der Schaufenster.

Neben Werkstatt-Produkten zum Schenken, Spielen und Einrichten gibt es auch Gebrauchtmöbel und Gebrauchtwaren aus den Bereichen Haushalt, Dekoration, Bücher, Schallplatten, CDs, Kommunikation, Spiele und Spielzeug. Dazu können auch Näharbeiten angefragt werden – zum Beispiel Puppenbetten, Mützen, Schürzen, Tücher oder auch kleine Änderungen. Schließlich sind auch Kopien und die Reparatur von Nähmaschinen möglich.

Insgesamt gibt es für die Kunden 14 Parkplätze. Zum „Esch“ hin will die Linkert GbR noch Anpflanzungen vornehmen.

Im Sommer sollen die neuen Verkaufs- und Werkstatträume bei einem „Tag der offenen Tür“ noch näher vorgestellt werden. Wer neugierig geworden ist, darf sich dort aber auch gerne schon vorher von Werkstattleitung und Beschäftigen ihr neues Betätigungsfeld zeigen lassen. Montags bis freitags sind die neuen Verkaufsräume von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet. Thomas Bremermann: „Wir freuen uns, wenn die Leute kommen.“

rdu

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