Eigentümer EAS muss nun entscheiden

Mehrere Kaufinteressenten für das „Haus Herrenweide“

+
Das Diepholzer Soldatenheim „Haus Herrenweide“ steht seit Mai leer – das Unkraut sprießt bereits auf der Terrasse. Laut BImA gibt es mehrere Kaufinteressenten. 

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Für das seit Anfang Mai geschlossene Diepholzer Soldatenheim „Haus Herrenweide“ gibt es mehrere Kaufinteressenten. Am Wochenende lief bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) die Bieter-Fist ab.

De BImA übermittelt nun die Liste der Interessenten an die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS), die Eigentümerin der „Haus Herrenweide“ ist. Diese entscheidet dann, ob einer der Bieter den Zuschlag bekommt. Die BImA, die Immobilien des Bundes vermarktet, trat in diesem Fall nur als „Makler“ auf.

Bei der öffentlichen Ausschreibung war kein Kaufpreis angegeben. Jeder Bieter konnte ein Angebot machen, das seiner Meinung nach marktgerecht ist, erklärte ein Mitarbeiter der BImA am Montag unserer Zeitung, ohne Details zu Bieter und angebotener Summe nennen zu wollen.

Im Internet hatte die BImA das „Haus Herrenweide“ als „hochwertige Immobilie für Hotel- und Restaurantzwecke“ angeboten. Die Gastraumfläche wurde mit 2 042 Quadratmetern angegeben, die Gesamtfläche mit 5 612 Quadratmetern. Der Gastraum bietet demnach Platz für 400 Gäste, der Hotelbereich hat zehn Betten.

Insbesondere der Saal aber auch die Nebenräume wurden von Diepholzer Bürgern, Vereinen und Parteien für Versammlungen, Feiern, Bälle und andere Veranstaltungen genutzt.

Wirt Djoko Eric hatte seinen Pachtvertrag mit der EAS gekündigt, um Soldatenheime („Oasen“) in Flensburg und Munster – sichere und große Bundeswehr-Standorte – zu betreiben.

Im Internet haben sich Djoko Eric und seine Familie per Facebook anlässlich des Tages der Schlüsselübergabe und der Abmeldung der Mailadresse am 14. Juni an die Diepholzer gewandt: „Wir möchten uns von Herzen für die gemeinsamen ,10 Jahre Haus Herrenweide’ und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. In dieser Dekade sind aus Gästen, Lieferanten und Mitarbeitern Freunde geworden. Der Abschied fällt uns darum nicht leicht. Wir schauen gerne zurück und verlassen Diepholz keineswegs leichten Herzens.“

Unterdessen sprießt bereits das Unkraut am leer stehenden Diepholzer Soldatenheim.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Herbstmarkt in der Syker Innenstadt

Herbstmarkt in der Syker Innenstadt

"Stolzer" Wagner bezwingt polternden Mourinho

"Stolzer" Wagner bezwingt polternden Mourinho

Regierungspartei gewinnt Wahl in Japan

Regierungspartei gewinnt Wahl in Japan

Einzelkritik: Pavlenka sicher, Bartels ganz schwach

Einzelkritik: Pavlenka sicher, Bartels ganz schwach

Meistgelesene Artikel

„Sperrung könnte auch länger dauern“

„Sperrung könnte auch länger dauern“

„Wir werden uns auf dem Ergebnis nicht ausruhen“

„Wir werden uns auf dem Ergebnis nicht ausruhen“

Rat: Das nördliche Bruch wird geschützt

Rat: Das nördliche Bruch wird geschützt

Motorradfahrer bei Sturz nach Notbremsung schwer verletzt

Motorradfahrer bei Sturz nach Notbremsung schwer verletzt

Kommentare