Diepholzerinnen mehr als sauer

Mehrere Beißattacken erlebt: Wenn nicht angeleinte Hunde zum Problem werden

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Die Hunde von Carola Koldewey und Marina Kaddatz sind beim Spazierengehen angeleint

„Momo“ humpelt noch ab und zu. Die 13-jährige Zwergschnauzer-Hündin hat sich von der letzten Attacke eines Artgenossen immer noch nicht erholt. Drei Mal ist sie in den vergangenen Monaten von Hunden gebissen worden, die nicht angeleint waren. Darüber ist „Momos“ Besitzerin Carola Koldewey mehr als sauer.

Diepholz - Die Diepholzerin packt sich die Hündin nun immer in ihren speziellen Fahrradkorb und fährt von der Richthofenstraße in eine andere Gegend von Diepholz, um dort mit ihrem vierbeinigen Familienmitglied spazieren zu gehen. Aber auch dort ist „Momo“ nicht sicher vor Bissen anderer Hunde, deren Besitzer offenbar wenig verantwortungsbewusst sind.

Ebenso wie Carola Koldewey hat auch Marina Kaddatz schlechte Erfahrungen mit anderen Hundebesitzern gemacht. Ihr „Floki“ – ein junges Exemplar der Rasse Elo – ist bereits zwei Mal von anderen Hunden gebissen worden, die frei herumlaufen durften. Die Diepholzerin führt „Floki“ stets an einer zehn Meter langen Schleppleine. 

Zehn „Beißvorfälle“ am Baggersee Diepholz

Die beiden unangenehmen Begegnungen mit jeweils anderen Hunden ohne Leine hat sie in der Nähe des Diepholzer Baggersees gehabt. „Solche nicht angeleinten Hunde sind auch für Jogger nicht witzig“, sagt Carola Koldewey, die nach dem letzten Vorfall mit „Momo“ den Fall beim Ordnungsamt der Stadt gemeldet hat.

Carola Koldewey (links) und Marina Kaddatz beim Gassigehen.

Dort sind in diesem Jahr zehn „Beißvorfälle“ gemeldet worden. „Bei diesen zehn Fällen wurde entweder ein Mensch oder ein anderer Hund verletzt“, berichtet Stadt-Pressesprecher Gerrit Meyer auf Anfrage unserer Zeitung.

Bei der Anzeige eines Beißvorfalls wird immer das Veterinäramt des Landkreises Diepholz informiert. Die Amtstierärzte überprüfen und bestimmen den Vorfall und sprechen eine Handlungsempfehlung an die Kommune aus.

„Leint bitte eure Tiere an!“

„Seitens der Stadt erfolgt eine Prüfung der erforderlichen Unterlagen nach dem niedersächsischen Hundegesetz – zum Beispiel Sachkundenachweis, Anmeldung bei der Stadt Diepholz und im Zentralen Hunderegister, Kennzeichnung durch Transponder und Versicherung“, erklärte Meyer: „Nach der Bewertung des Sachverhalts kann gegebenenfalls ein Maulkorb- oder Leinenzwang verhängt werden.“

Die beiden Diepholzerinnen Carola Koldewey und Marina Kaddatz wünschen sich von anderen Hundebesitzern: „Leint bitte eure Tiere an!“

In Achim (Landkreis Verden) gab es einen ähnlichen Vorfall. Dort sprang ein Hund eine Joggerin an, die sich daraufhin verletzte. Die Reaktion des Tierhalters machte fassungslos.

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