Mehrfamilienhaus in Diepholz am Memelweg ist fertig

Mehr Miete frühestens in zehn Jahren

 Bürgermeister Florian Marré, Jutta Kerkhoff, technische Leiterin der Wohnbau Diepholz, und Wohnbau-Geschäftsführer Uwe Tenschert vor dem neuen Mehrfamilienhaus am Memelweg.
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Gemeinschaftsprojekt ist fertig: Bürgermeister Florian Marré, Jutta Kerkhoff, technische Leiterin der Wohnbau Diepholz, und Wohnbau-Geschäftsführer Uwe Tenschert vor dem neuen Mehrfamilienhaus am Memelweg.

Diepholz – Mietsteigerungen gibt es in diesen zehn Wohnungen in den nächsten zehn Jahren nicht: Auf 5,90 Euro pro Quadratmeter ist die Kaltmiete für die beiden neuen zusammenhängenden Mehrfamilienhäuser Memelweg 36-37 festgeschrieben. Die Gebäude hat die Wohnbau Diepholz in Zusammenarbeit mit der Stadt Diepholz erstellt – unter dem Motto „bezahlbaren Wohnraum schaffen“.

Für vergleichbare privat finanzierte neue Wohnungen in Diepholz müssten die Vermieter etwa acht Euro pro Quadratmeter nehmen, schätzt Wohnbau-Geschäftsführer Uwe Tenschert. Zusammen mit Bürgermeister Florian Marré und der neuen technischen Leiterin der Wohnbau, Jutta Kerkhoff, stellte er den Neubau vor. Die ersten Mieter der zehn neuen Wohnungen werden in diesen Tagen einziehen.

Die alten Mehrfamilienhäuser der Wohnbau am Memelweg werden abgerissen und voraussichtlich bis 2022 durch Neubauten ersetzt.

Für sie ist ein weiterer Vorteil: Die Häuser sind nach KfW-55-Standard gebaut. Das heißt, sie verfügen nicht nur über eine gute Dämmung, sondern auch über eine spezielle Heizung mit Luft-Wasser-Wärmepumpe. Diese wird zur Warmwasserbereitung und für extreme winterliche Außentemperaturen mit einer Niedertemperatur-Gaszentralheizung ergänzt. So dürfen die Nebenkosten für die Fußbodenheizung sehr gering sein. Auf 30 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr wurde der Heizenergie-Verbrauch berechnet. Zum Vergleich: In den beiden alten benachbarten Wohnblocks der Wohnbau am Memelweg brauchen die Mieter für die Heizung ihrer Räume etwa 250 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.

Alte Häuser nebenan werden abgerissen

Ursprünglich hatte die Wohnbau geplant, diese in den frühen 1960er Jahren gebauten Mehrfamilienhäuser zu sanieren. Doch eine Kalkulation ergab: Das lohnt sich nicht! Die Keller sind feucht, die Dämmung ist nicht mehr zeitgemäß, der Zuschnitt der Wohnungen auch nicht. So entschloss sich das Unternehmen, diese beiden Blocks abzureißen und durch Neubauten – wie das jetzt fertiggestellte Objekt – zu ersetzen. Diese Gebäude mit 22 weiteren Wohnungen nach modernem Standard finanziert die Wohnbau selbst, so dass die Miete etwas höher als 5,90 Euro pro Quadratmeter sein dürfte. Der Abriss der beiden alten Komplexe soll im Mai beginnen. „Fast alle Mieter haben Alternativ-Mietangebote von uns angenommen“, so Uwe Tenschert. Im Jahr 2022 sollen diese Neubauten fertig sein. Das jetzt fertigstellte Gebäude – der erste Neubau der Wohnbau in Diepholz seit 20 Jahren – hat etwa 900 000 Euro gekostet. Die Stadt Diepholz hat die 1 250 Quadratmeter große Fläche als Erbbau-Grundstück zur Verfügung gestellt und den Bau mit 210 000 Euro bezuschusst.

Schacht für Fahrstuhl schon da

Die beiden neuen zweigeschossigen Mehrfamilienhäuser in einem Komplex mit Pultdach, Putz- und Verblenderfassaden umfassen vier beziehungsweise sechs Wohnungen, die zwischen 38 und 57 Quadratmeter groß sind. Alle Erdgeschoss-Wohnungen sind barrierefrei und haben Terrassen, die Wohnungen im Obergeschoss verfügen über Balkons. Für die spätere Barrierefreiheit der oberen Wohnungen kann ein Fahrstuhl nachgerüstet werden. Der Schacht dafür ist der gesetzlichen Regelung entsprechend schon vorgesehen. Im Außenbereich wurden Nebengebäude für Fahrräder und ein Parkplatz geschaffen. Weitere Auto-Stellflächen sollen auf einem zur benachbarten Kita „Lütke Lüe“ hin gelegenen Gelände entstehen. Die Gartenanlage wird im Frühjahr erstellt. Von den zehn neuen Wohnungen sind laut Wohnbau sechs bereits fest zum 1. März vermietet, zwei sind für Bewohner des Nachbargebäudes reserviert und zwei Wohnungen noch verfügbar.

Wohnbau Diepholz

Die Wohnbau Diepholz GmbH ist das Nachfolgeunternehmen des 1913 gegründeten Gemeinnützigen Bauvereins Diepholz und verwaltet im gesamten Landkreis 976 Wohnungen und 200 Garagen – davon 794 eigene Wohnungen und 182 Eigentums- und Mietwohnungen für Dritte. Gesellschafter sind Kommunen wie die Stadt Diepholz, der Landkreis Diepholz, heimische Geldinstitute und andere Institutionen.

Der Neubau am Memelweg ist Folgeprojekt zu einem 2018 in Barnstorf fertiggestellten Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen sowie weiteren Mehrfamilienhäusern der Wohnbau Diepholz in Weyhe und Syke. Die Konstruktion all dieser Häuser hat die Wohnbau Diepholz GmbH standardisiert. Sie kann so den Bau optimieren und Kosten sparen. Die Standard-Bauweise kann den örtlichen Gegebenheiten durch unterschiedliche Größe der Häuser angepasst werden.

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