Die Waldgruppe und mehr mit aufgebaut

Marita Warneking feiert in der Kita Hemsloh 40-jähriges Dienstjubiläum

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Die langjährige Leiterin der evangelisch-lutherischen integrativen Kindertagesstätte Hemsloh, Marita Warneking (mit Blumen), blickte am Montag auf ihren 40-jährigen kirchlichen Dienst zurück. Zum Jubiläum gratulierten neben allen Mitarbeitenden (von links): Christine Lührs, Heidi Oelkers, Gaby Hartjen, Ralf Vullriede, Helmut Meyer und Birgit Greve vom Kindertagesstättenverband, Annette Dönselmann-Theile und Kerstin Richmann. 

Hemsloh - Von Gerhard Scheland. Nur die beiden ersten der insgesamt 40 Jahre im Dienste der Kirche begannen für Marita Warneking im evangelisch-lutherischen Kindergarten Wehdem im benachbarten Stemwede. Hier absolvierte sie ihr Anerkennungsjahr, konnte aber anschließend nicht übernommen werden. Für die gebürtige Wagenfelderin letztendlich aber ein Glücksfall, weil sie am 15. Januar 1980 in den damaligen Spielkreis der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Rehden-Hemsloh kam.

Die idyllisch gelegene Einrichtung sollte noch im gleichen Jahr zu einem Kindergarten umfunktioniert werden – und dabei leistete Marita Warneking Pionierarbeit.

Am Montag blickte die Leiterin der seit einigen Jahren vom kirchlichen Kindertagesstättenverband getragenen integrativen Kindertagesstätte Hemsloh auf ihr 40-jähriges Dienstjubiläum zurück. Das 20-köpfige Fachteam hatte die Jubilarin während des ganzen Tages in ihr Büro im Obergeschoss verbannt, um in Ruhe einen der Gruppenräume im Erdgeschoss für eine abendliche Feierstunde herrichten zu können.

Zudem waren noch eine ganze Reihe weiterer organisatorischer Aufgaben zu erledigen, bevor die Ehrengäste eintrafen: Helmut Meyer und Birgit Greve vom Kindertagesstättenverband, Christine Lührs vom Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Rehden-Hemsloh, Ralf Vullriede aus der Mitarbeitervertretung kirchlicher Mitarbeiter, Elternvertreterin Kerstin Richmann sowie Annette Dönselmann-Theile und Heidi Oelkers als „Kolleginnen der ersten Stunde“.

„Die Arbeit mit den Kindern immer am wichtigsten“

Gaby Hartjen, stellvertretende Leiterin der Hemsloher Kindertagesstätte, skizzierte das Wirken der Jubilarin aus Sicht der Kolleginnen und Kollegen. „Am 1. August gab es den evangelisch-lutherischen Kindergarten Hemsloh mit zunächst zwei Vormittags- und einer Nachmittagsgruppe. Viele Jahre warst du vormittags im Gruppendienst, und nachmittags hast du dich um die Leistungsarbeiten gekümmert“, stieg die Laudatorin in die Geschichte ein: „Dabei war dir die Arbeit mit den Kindern immer am wichtigsten.“

Über die Jahre habe sich der anfänglich kleine Kindergarten immer mehr zu einer großen Einrichtung entwickelt – mit vielen Kindern, Eltern und Mitarbeitenden, mit ständig zunehmenden Aufgaben und immer neuen Herausforderungen. Gemeinsam habe sich das Team auf den Weg der offenen Arbeit gemacht und schon früh „Ja“ gesagt zur Integration. Weil damals immer mehr Mädchen und Jungen einen Kitaplatz benötigt hätten, habe Marita Warneking die Idee gehabt, eine Waldgruppe zu gründen. „Dafür schlug dein Herz, und einige Jahre hast du die Waldarbeit für Kinder mit aufgebaut.“

Mehr als ein halbes Leben in Diensten der Kirche

Hartjen erinnerte auch an die Einführung des Mittagessens, an die Entstehung der Krippe für die „Kleinen“ und an die Ergänzende Betreuung der „Großen“ in der Grundschule Rehden. „All das hast du gemeistert, mit all deinen Stärken und Fähigkeiten, mit Tatkraft, Einsatzfreude, großem Fachwissen und immer neuen Ideen“, würdigte sie die Arbeit Warnekings. Seitens aller Mitarbeitenden wünschte Hartjen der Jubilarin weiterhin Spannendes, Erfolg, Freude, Glück und „so viel Kinderlachen wie möglich.“

Christine Lührs betonte, dass die Jubilarin mehr als ein halbes Leben in Diensten der Kirche gestanden habe, das verdiene großen Respekt. Sie habe im Laufe der Jahrzehnte einen großen Wandel in der Kindererziehung mitgemacht. In die Arbeit des Kirchenvorstandes habe sich Marita Warneking mit vielen neuen Ideen, aber auch mit kritischen Anmerkungen eingebracht. Dass der Kindertagesstättenverband inzwischen die Trägerschaft übernommen habe, bezeichnete Lührs als notwendigen Wandel zu mehr Professionalität.

„Gemeinsam 35 Jahre Kindergarten gerockt“

„40 Jahre sind schon eine echte Hausnummer“, stellte Birgit Greve, die pädagogische Leiterin des Kindertagesstättenverbandes, in ihrem Grußwort heraus. „Wir kennen uns schon lange und haben gemeinsam 35 Jahre Kindergarten gerockt“, ergänzte sie. „Unsere Kinder sind hier in Hemsloh ganz toll aufgehoben“, bescheinigte Elternvertreterin Kerstin Richmann der Jubilarin und ihrem Team und erinnerte daran, dass sie vor 32 Jahren schon selbst den Hemsloher Kindergarten besucht habe. 

Auch Ralf Vullriede erwähnte in seinem Grußwort die sozialromantische Lage der Kindertagesstätte in Hemsloh und bescheinigte der Jubilarin, dass sie mit ihren 40 Jahren im kirchlichen Dienst in der Oberliga spiele. „Denn du bist nicht nur dabei, du bist der Kapitän.“

Nach einem kleinen Imbiss folgte ein geselliges Beisammensein, in dem noch viele Anekdoten erzählt wurden.

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