Marc Buddensieg gibt Seminare zur Berufswahl / Frage: Was will ich?

Das machen, was einem gefällt

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Viel Technik gibt es draußen beim Karrieretruck der Bundeswehr zu bewundern.

Diepholz - Nicht irgendeine Arbeit soll man sich suchen, sondern gerade die, die einem persönlich gefällt: Dieser Überzeugung ist Marc Buddensieg. Der Soziologie arbeitet seit zwölf Jahren als „Life/Work-Planning-Trainer“ bietet auf der Berufsmesse das Seminar „Berufsideen selbst (er)finden“ an.

Der Hannoveraner hilft den Schülern während 20-minütiger Vorträge bei der Selbsthilfe, um den richtigen Beruf für sich zu finden. „12000 Studiengänge und 360 verschiedene Ausbildungen gibt es in Deutschland. Da kann man sich nicht mit jeder einzigen Möglichkeit auseinandersetzen“, weiß Buddensieg.

Stattdessen solle man sich unabhängig von Berufsbezeichnungen ganz simple Fragen stellen: Was will ich? Wo will ich es? Was ist für mich interessant?

Fähigkeiten habe jeder viele, doch sei es viel eher wichtig, zu wissen, wofür man diese auch einsetzen möchte, ganz frei vom Thema Entlohnung. „Für 100 Euro würde wohl jeder von euch eine Toilette putzen. Aber macht ihr es deswegen auch gerne für acht Stunden am Tag?“, fragte der Soziologie seine etwa 50 Zuhörer bei einem seiner Vorträge gestern.

In der Praxis sei es wichtig, sich im offenen Gespräch Informationen von Leuten mit Praxis in Berufen einzuholen, über die man selbst nachdenkt. „Wenn man ohne Ankündigung in ein Unternehmen geht, findet man in 82 Prozent der Fälle jemanden, der einen bereitwillig sieben Minuten lang Auskünfte gibt“, erklärt Buddensieg.

Diese Technik eigne sich auch hervorragend, um Netzwerke zu bilden. Schließlich würde der Großteil an offenen Stellen gar nicht erst ausgeschrieben, sondern anhand von bereits bestehenden Kontakten vergeben.

Berufsmesse in Diepholz

Buddensieg weiß, wovon er spricht: Der Soziologie hatte jahrelang im Bereich Maschinenbau gearbeitet und sich dort nicht wohlgefühlt, bevor er ein sozialwissenschaftliches Studium aufnahm und schließlich „Life/Work-Planning-Trainer“ wurde.

„Es gibt viele Menschen, die in ihrem Beruf verzweifelt sind. Das liegt aber nicht an ihnen selbst, sondern ist ein strukturelles Problem“, denkt Buddensieg. Als „Life/Work-Planning-Trainer“ arbeitet er nun an Hilfestellungen zu individuellen Lösungen für dieses Problem.

tk

Beteiligte Aussteller

Unter anderem sind vertreten:Stadtwerke EVB Huntetal GmbH, Kreissparkasse Grafschaft Diepholz, Volksbank Diepholz-Barnstorf eG, AOK, Oldenburgische Landesbank AG, Barmer GEK Diepholz, ZF Friedrichshafen AG, IHK Hannover, Gauselmann AG, Auburg Quelle, OKT Germany GmbH, Handwerkskammer Hannover, Lloyd Shoes GmbH, Kreishandwerkerschaft Diepholz/Nienburg, Möller GmbH, Handwerkskammer Hannover, Lidl Vertriebs GmbH & Co. KG, Zimmererinnung Diepholz, Diakonisches Werk Diepholz, Bildungswerk Niedersächsischer Volkshochschulen GmbH, Ärztekammer Niedersachsen, Wolters Reisen GmbH, Agentur für Arbeit Nienburg-Verden, Finanzamt Sulingen, Steuerberaterkammer Niedersachsen, Hauptzollamt Osnabrück, Polizeiinspektion Diepholz, Amtsgericht Diepholz, Private Hochschule für Wirtschaft und Technik Vechta/Diepholz/Oldenburg (PHKT), Stenden University of Applied Sciences, Lebenshilfe Grafschaft Diepholz GmbH, Berufsfachschule Altenpflege am Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup, Fachoberschule Gesundheit am Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup, Alexianer Landkreis Diepholz/Gesundheits- und Krankenpflegeschule, Malteser Schulungszentrum und Karrierefabrik.

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