Kirchengemeinden wählen dann ihre neuen Vorstände

Am 18. März ist Wahltag

Diepholz (düm). Für die evangelischen Kirchengemeinden in der Hannoverschen Landeskirche ist der 18. März 2012 ein wichtiger Tag - es ist Wahltag. An diesem Sonntag nämlich sind die Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinden aufgerufen, ihre neuen Kirchenvorstände zu wählen.

„Der Kirchenvorstand hat die Aufgabe, zusammen mit der jeweiligen Pastorin oder dem Pastor die Gemeinde zu leiten. Als Mitglied in diesem Gremium hat man also viele Möglichkeiten, an der Gestaltung des Gemeindelebens aktiv mitzuwirken“, erklärt Superintendent Klaus Priesmeier.

Die Suche nach Kandidaten hat in vielen Gemeinden schon vor Monaten begonnen. Es zeige sich, dass es gerade in den kleineren Gemeinden zumeist einfacher sei, eine ausreichende Anzahl von Bewerbern zu finden. Insgesamt sei die Bereitschaft, eine solche Aufgabe zu übernehmen, im Kirchenkreis Grafschaft Diepholz noch recht groß, so der Superintendent.

Weitere Kandidatenvorschläge für die diesjährigen Kirchenvorstandswahlen können nur noch bis zum morgigen Montag, 30. Januar, beim jeweiligen Kirchenvorstand eingereicht werden. Wer sich zur Wahl stellen möchte, muss am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sein und seit mindestens drei Monaten zur entsprechenden Gemeinde gehören. Wählen darf, wer am Wahltag zur Gemeinde gehört und mindestens 16 Jahre alt ist.

Zum Kirchenkreis Grafschaft Diepholz gehören 23 Gemeinden, wobei die Anstaltsgemeinde Freistatt eine Sonderstellung einnimmt. Nach derzeitigem Stand werden für diese Gemeinden 201 Kirchenvorstandsmitglieder benötigt. Diese Zahl könne sich aber noch verändern, wenn in der ein oder anderen Gemeinde entschieden werde, die Zahl der Mitglieder zu verändern. Auch, so Priesmeier weiter, würden nicht alle Mitglieder gewählt. Die Pastorinnen und Pastoren gehören automatisch dem Gremium an. Weitere Mitglieder werden berufen, aktuell im Kirchenkreis Grafschaft Diepholz etwa 40.

Vielfältige Aufgaben obliegen einem Kirchenvorstand, wobei „die Mitglieder nicht der Hilfstrupp einer Gemeinde sind“, wie Klaus Priesmeier betont, Eine lebendige Gemeinde braucht weit mehr Freiwillige als nur die Mitglieder ihres Vorstandes. Die sorgten für das vielseitige Leben in einer Gemeinde, kümmern sich um Inhalte von Gottesdiensten, den Konfirmandenunterricht, aber auch Einrichtungen wie Kindergärten und -tagesstätten, Sozialstationen, Seniorenangebote und viele andere Dinge, die natürlich von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich seien.

Die Landeskirche tut einiges, um die Werbetrommel für die Kirchenvorstandswahlen zu rühren. Der Wahltag sei ja vielleicht auch eine Möglichkeit, mal wieder einen Gottesdienst zu besuchen und so den Kontakt zu seiner Gemeinde neu zu beleben, glaubt Maike Harich-Wiltsch, die im Kirchenkreis Grafschaft Diepholz für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich zeichnet.

Wie viele Leute am 18. März zur Wahl gehen werden, bleibt abzuwarten. Wer möchte, kann - wie bei politischen Wahlen - auch vom Angebot der Briefwahl Gebrauch machen.

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