Erste „Girls‘ Day Akademie“ in Niedersachsen

Mädchen in Diepholz mit Spaß an Technik

Mädchen mit Spaß an Technik: Schülerinnen der GFS machen mit bei der „Girls Day Akademie“ in der Diepholzer Wissenswerkstatt mit Workshops und Firmenbesuchen. Stehend: Wissenswerkstatt-Leiterin Dr. Heike Pabst und Lars Buse, Leiter der Graf-Friedrich-Schule.
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Mädchen mit Spaß an Technik: Schülerinnen der GFS machen mit bei der „Girls‘ Day Akademie“ in der Diepholzer Wissenswerkstatt mit Workshops und Firmenbesuchen. Stehend: Wissenswerkstatt-Leiterin Dr. Heike Pabst und Lars Buse, Leiter der Graf-Friedrich-Schule.

Diepholz – Ein halbes Jahr lang geht es um Technik. Workshops an jedem Dienstagnachmittag, an einigen Tagen Firmenbesuche und Selbstorganisations-Aktionen auch an zwei Wochenenden. Das Besondere: Nur Mädchen dürfen bei der ersten Akademie dieser Art in Niedersachsen mitmachen, die am Dienstag in Diepholz in der „Wissenswerkstatt“ gestartet ist. Das sagt schon der Name „Girls’ Day Akademie“.

Hannah ist eine der ersten Teilnehmerinnen und hat Spaß an Technik. Ob sie später beruflich etwas in diesem Bereich macht, weiß die 15-jährige Eydelstedterin aber noch nicht. In der „Girls Day Akademie“ könnte der Weg dahin vorbereitet werden.

„Mit dem Projekt sprechen wir Mädchen an, die sich in der Phase der Berufsorientierung mit moderner Technik auseinandersetzen und naturwissenschaftliche Inhalte anhand praktischer Arbeiten bei Bildungspartnern wie Unternehmen und Hochschulen kennenlernen wollen“, erklärt Dr. Heike Pabst, Leiterin der Wissenswerkstatt Metropolregion Nordwest an der Bahnhofstraße in Diepholz.

Kooperation mi der Graf-Friedrich-Schule

In Kooperation mit dem Diepholzer Gymnasium Graf-Friedrich-Schule (GFS) werden im Rahmen dieses Projekts der seit 2019 bestehenden Diepholzer Wissenswerkstatt in diesem Schulhalbjahr sieben Mädchen im Alter von 13 bis 15 Jahren aus achten und neunten Klassen der GFS „vertiefte Berufsorientierung“ bekommen.

Das Themenfeld Technik und Handwerk werde in weiterführenden Schulen zu wenig vermittelt, bedauert GFS-Leiter Lars Buse. Da setzt die„Girls’ Day Akademie“ an. Die Teilnehmerinnen bauen beispielsweise kleine technische Geräte, bekommen Einblicke in „Mint“-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sowie in Betriebe und besuchen Bildungseinrichtungen.

Girls’ Day Akademie

Die „Girls’ Day Akademie“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen Schule, Wissenschaft und Wirtschaft und wird in der Regel über ein Jahr als Arbeitsgemeinschaft durchgeführt. Das Projekt wurde 2008 vom Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg und der Agentur für Arbeit initiiert.

Die ein halbes Jahr umfassende Akademie mit 80 Veranstaltungsstunden soll Spaß machen, setzt aber auch Ernsthaftigkeit voraus, denn die Teilnehmerinnen müssen bei den Treffen einmal pro Woche mitarbeiten wollen. Dafür bekommen sie am Schluss ein Zertifikat, das sich bei späteren Bewerbungen gut macht.

Insgesamt gibt es in Diepholz 16 Plätze in der „Girls’ Day Akademie“, die wegen Corona nicht ausgefüllt werden konnten. „Nächstes Jahr ist auch die Realschule Diepholz dabei“, freut sich Dr. Heike Pabst.

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