Prosa, Lyrik und Lieder

Lust, Liebe und Leben im Frühling

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Autor Kurt H. Möller bei seiner Lesung in der Mediothek, begleitet vom Liedermacher Holger Stolp.

Diepholz - Von Helge Bredemeyer. Lust auf Liebe und Leben im Frühling hatten die Besucher der Lesung des Freistätter Autoren Kurt H. Möller in der Mediothek. Mit Liebe ging er auch dieses Mal wieder daran, ausgewählte Texte aus seiner lyrischen Schöpfung vorzutragen. Ganz gezielt und passgenau zum Leben im Frühling. Zum ersten Mal war in Diepholz auch Holger Stolp aus Petershagen dabei. Seine Lieder, selbst geschrieben und vertont, gaben den vier Abschnitten der Lesung jeweils eine Einstimmung.

Die Form der frühen Lyrik basiert ja auf gesungenen Reimen. So gesehen und gehört, eine gelungene harmonische Kombination von Schwiegervater und Schwiegersohn, die vom Publikum sehr willkommen geheißen wurde.

Möller, den Diepholzern schon seit Jahren bekannt, weiß sich immer authentisch einzubringen. Seine Inhalte basieren auf dem wirklichen Leben. Als ehemals Pädagogischer Leiter der Diakonie Freistatt, Laienprediger und Vortragsredner zu Glaubens- und Lebensfragen, zeigt er seine Formulierkunst in Lyrik, Prosa, Gedichten und Geschichten geprägt von der Schule des Lebens. Er ist dabei dem Sinn des Lebens auf der Spur. Nicht aufdringlich, missionarisch, sondern erfahren und mit Humor gewürzt und darum glaubwürdig. Sein Programm unter dem Titel „Frühling: Lust, Liebe, Leben eröffnete Mediotheksleiterin Maria Flaßkamp mit der herzlichen Begrüßung der Vortragenden und der Gäste auch im Namen der Mitveranstalterin Doris Hermenau. VHS-Leiterin in Diepholz.

Den Gruß zu Beginn verband Möller mit Gedanken an die Osterzeit und die erwachende Natur im Frühling. Was gut zu verinnerlichen ist, wenn man auf dem Seelensofa, so der erste Liedtitel, Platz genommen hat. Die Prosabeiträge zeigten unterhaltend wirklich Erlebtes, wie beispielsweise die Beobachtung eines Durchreisenden im Freistatt bei einem Abendmahlsgottesdienst oder die Empörung eines ehemaligen Küsters, der die Kinder auf dem Teich beim Friedhof fröhlich lärmend Schlittschuh laufen sieht.

Ein Liebeslied leitete den zweiten Teil ein, der unter Amors Regendach bis zum Traumland des Glücks führte. Malerisch verführend zeichnete sich der dritte Abschnitt aus, der mit dem Lied „Der Tag, an dem die Schweine fliegen über Möllers Ballade vom toten Hund bis zur Prosa vom Kürbistrank eines betrunkenen Erpels und einem Mäuseumzug. In der Tat entstanden dazu so ganz nebenbei Skizzen dieser lustigen Hauptpersonen.

Den Ausklang des heiteren Frühlingstages bildete ein besinnliches Lied mit Möllers Text zur „Ewigkeit in der Zeit“ bis zum „Gebet zur Nacht“. So angeregt und doch abgelenkt nach einem geschäftigen Tag, fühlten sich alle Zuhörer sehr bereichert und gleichsam auf eine ruhige Nacht gut eingestimmt. Möller möge wiederkommen, wurde zum Abschied gewünscht.

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